22. Tag

Das Frühstück ist klasse. Es gibt eine riesige Auswahl an allem, was das Herz begehrt.

Nach dem Frühstück fahren wir mit einer vom Hotel organisierten Limousine zum Königspalast und brechen in Rufe des Entzückens aus, als wir ihn endlich auftauchen sehen. Solch eine Pracht nach den so ärmlichen Verhältnissen in Vietnam. Es verschlägt uns förmlich die Sprache und wir schlendern wie in Trance durch die Innenhöfe und zwischen den funkelnden und verschnörkelten Palästen hindurch.

Anschließend laufen wir zu einer Anlegestelle und mieten eine Art Dschunke für eine Rundfahrt durch die Kanäle Bangkoks. Wir besichtigen noch den Temple of the Dawn, aber nach dem Königspalast kann uns eigentlich nichts mehr beeindrucken. Die Fahrt durch die Kanäle ist spaßig. Das Boot ist schmal und elend lang. Hinten ragt ein riesiger Außenbootmotor in die Luft. Außer dem Steuermann ist noch eine Frau an Bord, aber außer freundlichen Gesten kommt kein Kontakt zustande. Kurz halten wir an einer Tankstelle. Sehr witzig so eine Tankstelle am Kanal. An einer Stelle kaufen unsere Fahrer von einer anderen Frau mit Boot etwas zu Essen und auch wir sollen wieder kaufen, aber die Aufdringlichkeit ist nicht sehr groß und wir können ohne Erpressungsversuche ablehnen.

Nach etwa 45 Minuten legen wir wieder dort an, wo wir abgefahren sind. Wir gehen zu einer Art Parkplatz für TukTuks, weil wir mit so einem Ding nach Hause fahren wollen. Diesmal versucht uns ein Fahrer dazu zu überreden, einen kurzen Zwischenstopp in einem Laden einzulegen, weil er dafür dann einen Tankgutschein bekommen würde. Wir müssten auch nichts kaufen. Ich will mich nicht darauf einlassen, aber Kirsten überredet mich schließlich.

Der Laden ist dann so ein vollklimatisiertes Schmuckgeschäft. Wir schlendern mal kurz durch und gehen dann wieder. Als der Fahrer dann erklärt, er hätte nun doch keine Gutscheine bekommen und müsste uns noch woanders abladen, streiken wir, winken ein Taxi heran und lassen ihn einfach stehen. Erstaunlicherweise ist er nicht sauer deswegen.

Die Rückfahrt dauert wegen der vielen Staus dann ziemlich lange. Auf dem offenen TukTuk wären wir vermutlich an den Abgasen erstickt. Im Hotel angekommen legen wir uns am Pool ab und beschließen unseren Urlaub im Hinblick auf Besichtigungen endgültig beendet zu haben.

Zur vereinbarten Zeit kommt der Taxifahrer. Da die Leute an der Rezeption etwas verwirrt sind, vergessen sie, uns den halben Tag, den wir das Zimmer länger okkupiert hatten, zu berechnen, was wir ziemlich klasse finden. Die Fahrt zum Flughafen verläuft problemlos und kurze Zeit später fliegen wir Richtung Heimat.