21. Tag

Tag der Abreise aus Vietnam. Unser Taxi kommt pünktlich und wir brausen davon. Auf der Fahrt zum Flughafen sehen wir, was für Prachtbauten nördlich des Westsees stehen. Hier wohnen sicherlich die Seidenfamilien. Erneut fragt man sich, was an diesem System eigentlich den Namen Sozialismus verdient.

Beim Einchecken explodieren wir dann fast, als wir eine halbe Stunde an der langsamsten Schlange anstehen und der Arsch dann vor unserer Nase den Schalter schließen will. Ich will gerade richtig laut werden, als Kirsten mich zurückhält und in die andere Schlange bugsiert. Hinter uns ist ein Trupp holländischer Tittenmonster angetreten und deren vietnamesischer Reiseleiter schafft es offensichtlich, sich besser durchzusetzen als wir. Der Schalter schließt plötzlich doch noch nicht. Wir schlucken unseren Ärger herunter so gut wir können. Sind aber dann wieder wütend, als nach der Passkontrolle nochmal 14 Dollar Service Charge pro Person abkassiert werden. So eine Abzocke! Offensichtlich haben sie hier ein wenig zu gut gelernt, wie es geht. Schade, dass unser Abschied unter diesem Vorzeichen steht.

Wir fliegen ca. 1 1/2 Stunden nach Bangkok. Bei uns machen sich erste Anzeichen einer Magenverstimmung bemerkbar. Sollte uns noch auf den letzten Meter das Schicksal so vieler Asientouristen ereilen?

Am Flughafen in Bangkok ist dann alles bemerkenswert gut organisiert. An einem Schalter kauft man einen Taxi-Gutschein. Darin sind Hin- und Rückfahrt enthalten und es wird sogar eine Abholung vom Hotel für den nächsten Tag vereinbart. Das Ganze kostet dann insgesamt etwa 30 Euro. Dafür ist man vor Taxifahrern sicher, die "vergessen" den Taxameter einzuschalten und einen dann völlig abzocken. Uns fällt auf, dass die Leute längst nicht so offensiv auf uns zugehen, wie in Hanoi. Damit hätten wir eher mit mehr Aufdringlichkeit gerechnet.

Nach langer Fahrt, die uns zeigt, dass Bangkok mit Hanoi nicht viel gemeinsam hat, erreichen wir unser Hotel, das Rojal Benja. Es ist ein ziemlich großer Klotz und die Eingangshalle ist riesig und luxuriös. Wir bekommen ein Zimmer im 26. Stock und bestaunen erst einmal die Aussicht auf die Hochhäuser der Stadt.

Da es uns beiden nicht ganz wohl ist, gehen wir an dem Tag nicht mehr raus, sondern nur kurz an den Pool. Dann kommt ein Gewitter, das sich gewaschen hat und wir beobachten die Blitze über Bangkok.

Mein Darm spielt inzwischen ziemlich verrückt und ich lege mich schon um 20:00 Uhr ins Bett und schlafe.