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Heimflug

26. Februar 2004

Wer haette gedacht, dass die letzten Fotos unserer Grossen Reise aus farbenfrohen Aufnahmen eines Hindustempels bestehen? Wir sind heute Morgen nach Chinatown geschlendert und haben dort neben China auch Indien gefunden. Das war wieder etwas voellig anderes. Der Innenhof und die Daecher der kleinen Tempel waren vollgestopft mit knallbunten Figuren aus der indischen Mythologie und auf der Mauerkrone um den Bereich wachten Figuren heiliger weisser Kuehe. Nicht weit vom Hindutempel befindet sich eine Moschee und beide liegen mitten in Chinatown. Na, wenn das keine wilde Mischung ist. In den engen Strassen verschwindet sogar fuer kurze Zeit die technische Kaelte Singapurs und macht etwas Unordnung Platz, aber nur gemaessigter Unordnung, versteht sich.

Ist uns gestern Vormittag die Ruhe und Gelassenheit Singapurs aufgefallen, so war es am Abend die Hektik und Eile des Feierabends. Wir sind ein Stueck mit der voellig vollgestopften U-Bahn gefahren, und das war ein Erlebnis fuer sich. Natuerlich war es auch hier aeusserst sauber und glaenzend. Der ganze Bahnsteig ist dabei von den Gleisen durch eine Glasfront getrennt. Wenn ein Zug kommt, dann oeffnen sich ausser seinen Tueren auf der selben Hoehe auch Tueren in dieser Absperrung. Interessant. Im Reisefuehrer haben wir gelesen, dass in Singapur Kaugummis verboten sind. Ziemlich streng, aber es schadet nicht.

Wir hatten das Zimmer noch fuer einen halben Tag genommen, damit wir wenigstens bis 18:00 Uhr darin bleiben konntenl. Danach blieb uns nicht viel uebrig als zum Flughafen zu fahren. Dort gab es einen extra Schalter zum fruehen Einchecken. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit Essen, durch die Duty-Free Shops schlendern und im Internet.

Der Start verzoegerte sich 45 Minuten. Schliesslich sassen wir wieder in einer riesigen Maschine und bereiteten uns seelisch und moralisch auf 13 Stunden Flug vor. Quantas hat zwar in das Unterhaltungssystem investiert und so sind im Vordersitz kleine Bildschirme mit Videospielen und man kann zwischen 10 Filme waehlen, die dann alle paar Stunden wiederholt werden, aber leider ist es immer noch so eng wie wir es in Erinnerung hatten. Der Abstand zum Vordermann ist so gering, dass es wirklich eine Zumutung ist und man muss sich nicht wundern, wenn es immer mehr Thrombosefaelle gibt. Wir sind jetzt nicht einmal besonders gross oder fett. Ich weiss gar nicht, was hier jemand macht, der 2 Meter gross ist oder einen dicken Hintern hat. Vermutlich nicht mit Quantas fliegen, nehme ich an.

Wir konnten dann doch einige Stunden ruhen. Schalfen will ich das nicht nennen, aber es hat trotzdem etwas gebracht. Jetzt duerften es noch etwa 4 Stunden bis zum Ziel sein. Dann sind wir wieder zu Hause. Wie wir gehoert haben, gab es gestern heftige Schneefaelle in Frankfurt. Der Unterschied koennte nicht krasser sein. Aus 35-40 Grad geraten wir in Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das wird hart.