Der Anfang vom Ende |
23. Februar 2004
Das Timing war zwar gut, aber dafuer erwartete uns eine andere unangenehme Ueberraschung. Zwar gibt es in Australien keinen TUEV, aber man muss beim Verkauf des Fahrzeugs ein sogenanntes Roadworthy-Certificat besorgen. Dabei wird das Auto auf Sicherheitsmaengeln gecheckt. Wir fuhren also heute Morgen zu einer Werkstatt und erfreunlicherweise hatten die sofort Zeit. Nach einer Stunde rief der Mechaniker an und praesemtierte mir schon am Telefon eine Liste von Maengeln. Wir machten uns auf zur Werkstatt, die gluecklicherweise in Laufweite war. Um es kurz zu machen: Der Typ fand so viele sicherheitsrelevante Schaeden, dass uns die Reparatur einen schoenen Batzen Geld kosten wird. Wir haben damit ziemlich genau ein Drittel des Geldes verloren, das wir in das Auto gesteckt hatten. Scheisskiste. Aber es hilft nichts. Um es verkaufen zu koennen, muessen wir die Reparaturen durchfuehren lassen. Wir fuhren mit Peter und Kates Magna gleich ins Einkaufszentrum, und holten am Geldautomat genuegend Kohle, damit Peter nicht in Vorlage treten muss. Hoffentlich reicht es.
Damit endet unser Australienurlaub mit einem Misston, aber nachdem wir erst ziemlich frustriert waren, fuegten wir uns in unser Schicksal und begannen zu packen. Zum Glueck haben wir noch eine Tasche gekauft, sonst waere es absolut hoffnungslos gewesen, alles mitnehmen zu wollen. Ich hoffe nur, dass wir das Gepaeck nur auf verschiedene fahrbare Untersaetze heben muessen, weil Tragen herkulische Kraefte erfordern wuerde, die keinem von uns zur Zeit zur Verfuegung stehen. Auch Miraculix Zaubertrank habe ich unterwegs irgendwo vergessen. Sam half uns beim Packen und uns wurde langsam klar, dass wir den kleinen Kerl ein halbes Jahr nicht mehr sehen werden. Dann kommen die Bush-Ursprungs nach Deutschland. Wir hatten uns gestern Abend schon von Peter verabschiedet, der heute arbeiten musste. Der Abschied fiel uns nach dieser insgesamt langen Zeit zusammen nicht leicht.
Kate und Sam waren so nett, uns zum Flughafen zu fahren. Das war eine ganz schoene Tour durch ganz Melbourne. Eine Abschiedstour. Da sie gleich zurueckfahren musste, blieb uns allen auch an dieser Stelle ein dramatischer Abschied am Gate erspart.
In ein paar Stunden landen wir in Singapur und haben keine Ahnung, wo es uns da hinverschlaegt. Weder Kirsten noch ich, sind je in Singapur gewesen; ausser natuerlich am Flughafen. Wir werden uns ueberraschen lassen. Viel Lust zum Sightseeing haben wir zwar nicht mehr, aber vielleicht packt es uns morgen ja doch noch. Heute werden wir nur noch in die Betten fallen.