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Katastrophal gut

14. Februar 2004

Na, die Wettervorhersage fuer heute war ja wohl katastrophal falsch. Nachdem es die ganze Naht geregnet hatte, herrschte am Morgen nach Abzug der Wolken strahlender Sonnenschein, und daran hat sich auch bis zum Nachmittag nichts geaendert. Wir hielten es erst nur fuer ein kurzes Zwischenspiel und machten uns schnell mit dem Auto auf den Weg. Heute ist naemlich der letzte Tag, an dem wir das Auto haben. Morgen frueh muessen wir es abgeben.

Wir fuhren nach Osten an den Ausgang des langestreckten Hafens zum Pazifik. Dort am Archilles Point hatten wir wieder schoene Ausblicke. Dann fuhren wir am Meer entlang zurueck in die Innenstadt. Dabei kamen wir an einigen netten Buchten vorbei, die alle noch Stadtteile von Auckland bilden. Heute am Samstag war Tag des Sports und ueberall joggten sportlich aussehende Aucklander am Meer entlang. An den Strasse zogen sich Geschaefte und Cafes entlang und es herrschte eine sommerliche Wochenendstimmung. Wir durchquerten Wohngegenden, die zu den besten Aucklands zaehlen muessen. Meine Herren, hier kann man schon nett wohnen!

Wieder im Motel angekommen, machten wir uns zu Fuss auf ins Internetcafe. Der Hotelgutschein fuer Singapur wird uns hoffentlich bald per Fax geschickt, aber es galt noch andere Dinge zu erledigen. Ich habe mir wieder ein Spiegel-Abo bestellt, damit ich zu Hause gleich in die Untiefen der Weltpolitik einsteigen kann. Auch ein Telefonanschluss ist beantragt. Zaehneknirschend habe ich wieder bei der Telekom bestellt, weil mir Arcor mit seinen Drueckermethoden einfach zu unsymphatisch ist. Dabei war die Telekom natuerlich teurer! Es ist eine Schande, dass es da noch nicht mehr Wahlmoeglichkeiten gibt.

Es war ziemlich viel Betrieb auf den Strassen und in den Einkaufshaeusern. Auch hier scheinen die Leute samstags zu denken, sie koennten sonntags verhungern, wenn die Laeden geschlossen haben. Dabei haben die Supermaerkte sogar meistens sonntags geoeffnet, aber dieser Reflex besteht trotzdem noch. Die Aucklander sind ein wildes weisses, polynesisches und asiatisches Voelkergemisch. Alles macht hier eine sehr multikulturellen Eindruck. Die Leute sind wesentlich besser gekleidet wie in anderen Gebieten Neuseelands und laufen auch nicht mehr alle mit schwarzen Barfuessen rum.

Heute Abend findet ein kostenloses klassisches Konzert in der Domaine statt. Hoffen wir, dass das Wetter so katastrophal gut bleibt und die Wetterfroesche weiterhin unrecht behalten.