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Blick auf Mt.Doom

07. Februar 2004

Kurz spielten wir heute Morgen mit dem Gedanken, noch einen Tag zu bleiben und am uebernaechsten Tag selbst mit dem Auto zum Track-Anfang zu fahren, um von dort aus den Mt.Ngauruhoe zu besteigen und dorthin zurueckzukehren. Dann aber verwarfen wir diese Idee und fuhren stattdessen zum hoechsten Vukan des Tongariro Nationalsparks, dem 2700 Meter hohen Mt.Ruapehu.

Auf 1680 Meter Hoehe befindet sich dort ein kleines Skidoerfchen, dessen Sessellifte auch im Sommer in Betrieb sind. Die Lifte bringen uns auf 2000 Meter Hoehe. Auf dem Weg zur Bergstation schauen wir neidisch auf den Mt.Ngauruhoe, der sich gerade seiner Wolken entledigt. Von der Bergstation kann man ihn dann nicht mehr sehen, weil eine Berflanke davor ist. Dafuer blicken wir weit in die Ebene hinaus und auf Wolkenschichten, die sie teilweise verdecken und ueber denen wir uns mittlerweile befinden. Ueber uns thront der Gipfel des Mt.Ruapehu, von dem uns einige Schneefelder entgegenleuchten.

Von der Bergstation geht natuerlich noch ein Wanderweg ab, der auf einen Berggrat fuehrt. Wir koennen es nicht lassen und gehen los. Die Beine sind noch ganz schoen schwer von gestern, aber wir schaffen es. Vom Grat hat man dann einen ganz tollen Blick auf Mt.Doom (den Schicksalsberg), denn jetzt erkennen wir, dass der Regisseur den Vulkan Mt.Ngauruhoe im "Herr der Ringe" verwendet hat, vielleicht sogar genau diese Kameraeinstellung. Im Grunde genommen sind wir jetzt fast so hoch wie der Gipfel von Mt.Doom und haben einen aehnlich umfassenden Blick. Wie schoen, dass es so viel weniger anstrengend war.

Das reicht uns dann fuer den heutigen Tag und wir fahren wieder ins Tal und dann nach Rotorua. Dort gibt es zwar unzaehlige Motels, aber wir haben trotzdem Schwierigkeiten eines zu finden, das nicht schon voll ist. Es ist Wochenende und Rotorua ein sehr beliebtes Reiseziel.

Weil wir zu faul zum Kochen sind, holen wir uns schlechte Sushi und schlechten Reis mit Huehnerfleisch. Morgen kochen wir wieder. Vorher schauen wir uns aber hier richtig um, denn Rotorua liegt in der thermisch aktivsten Gegend Neuseeland und hier qualmt und blubbert es an jeder Ecke. Den Geruch nach faulen Eiern konnten wir schon geniessen.