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Der Walkway, der keiner war

01. Februar 2004

Nach reichlich Rumtroedeln haben wir uns gegen Mittag auf den Weg zum Te Mata Peak gemacht. Dort versprach uns der freundliche Mann in der Visitors Information schoene Ausblicke auf Land und Meer. Wir geniessen es mittlerweile total, morgens mal nicht aufbrechen zu muessen. Deshalb haben wir uns heute auch richtig Zeit gelassen. Die Packerei geht uns momentan richtig auf den Geist.

Der Te Mata Peak ist eine 400 Meter hohe Erhebung in Form eine Klippe. Man laeuft an der Klippenkante entlang, mal hoch mal runter, bis man den hoechsten Punkt erreicht hat. Da sich das Ganze aus einer Ebene auf Meereshoehe erhebt, kamen wir ganz schoen ins Keuchen. Aber noch ein anderer Grund war dafuer verantwortlich. Wie sich herausstellte sollte dieser Wanderweg so schlecht ausgezeichnet sein, wie keiner zuvor. Und man weiss ja, wir schnell wir uns selbst bei einem gut ausgezeichneten Weg verlaufen...

Es fing schon mit dem erste Anstieg an. Steil sollte man ueber eine Wiese auf den Klippengrat hochsteigen. Nur war kein Weg zu erkennen. Stattdessen folgten wir einem leidlich plattgetretene Pfad, rutschten staendig auf dem abgeknicken Grasbuescheln aus und traten in unerwartete weil ueberwachsene Loecher. Schon nach 10 Minuten waeren wir am liebsten zurueckgegangen. Auf dem Klippengrat ging es dann etwas besser, aber spaeter kam noch eine Stelle, an der wir erstmal wieder nicht weiter wussten. Am Ende hatten wir uns doch auf den Gipfel hochgekaempft. Der Himmel war zwar bedeckt, aber es war moerderisch schwuel und uns lief das Wasser am Ruecken herunter. Oben angekommen freuten wir uns auf unser Sandwich, aber es erwies sich als unmoeglich, ein Sandwich zusammenzustellen, weil uns ein Schwarm Muecken fast auffrass. Also kehrten wir wieder um und mussten auch denselben schlechten Weg zurueck, weil wir auf jedem anderen einen sehr langen Weg zu unserem Auto gehabt haetten. Der Ausblick war schon gut, aber durch das schlechte Wetter doch sehr eingeschraenkt. Wir kamen wieder heil unten an, ohne uns die Haxen zu brechen, aber es haette nicht viel gefehlt.

Weil uns das Packen so auf den Geist geht, bleiben wir noch einen Tag in Napier. Noch etwas anderes gibt uns einen Grund dafuer. Hier gibt es eine 4-5 stuendige Wanderung zu einer Vogelkolonie. Soll sehenswert sein. Der Weg ist aber nur bei Ebbe begehbar und Ebbe ist unguestigerweise im Moment sehr frueh. Da es sich jeden Tag etwa eine halbe Stunde nach hinten verschiebt, haben wir uebermorgen etwas bessere Karten und muessen nicht allzu frueh aufstehen.