Wie im Urlaub |
15. Januar 2004
Die Sonne warf ihre ersten Sonnenstrahlen ueber die Remarkables (ein Gebirgszug) als wir aufstanden und aus mueden Augen ins Licht blinzelten. Die ausserordentlich frische Luft weckte uns aber schnell auf, als wir uns auf dem Balkon streckten. Da es in der Nacht geregnet hatte, war die Luft ganz besonders klar. Unser Gaestehaus hier ist auch ein B&B, weshalb wir ein ausfuehrliches Fruehstueck serviert bekamen.
Nach einem netten Plausch mit der Hausherrin machten wir uns auf den Weg zur Gondola. Die fuehrt auf den Hausberg von Queenstown und bescherte uns weite Blicke auf die Berge und den See, der hier eine Art Z-Kurve hinlegt. Erst von hier oben erschliesst sich diese besondere Lage Queenstowns.
Von der Bergstation ging noch ein kleiner Sessellift weiter, der aber vorwiegend dazu gedacht war, die Leute zum Start der Sommerrodelbahn zu transportieren. Erst wollten wir nicht fahren, aber als dann die erste Rodler laut jauchzend vorbeibrausten, konnten wir uns nicht mehr zurueckhalten. Zweimal brausten wir zu Tal, erst die Anfaengerbahn, dann die fuer Fortgeschrittene. Was fuer ein Spass!
Nach der Talfahrt machten wir uns auf nach Glenorchy, dass 50 Kilometer weiter westlich am Ende des einen See-Arms liegt. Die Fahrt dorthin fuehrte die ganze Zeit am Wasser oder weit darueber entlang und gehoert zu den schoensten Abschnitten, die wir je gefahren sind. Die Kombination von See (blau-tuerkis) mit teilweise schneebedeckten Bergen ist einfach unschlagbar und kann nur noch mit Alaska verglichen werden. Auch vom Wetter her fuehlen wir uns oft an unsere Zeit dort erinnert.
Wer schon immer mal wissen wollte, wo das Paradies liegt, es liegt 15 Kilometer westlich von Glenorchy. Eine Schotterstrasse ueber Farmland und durch dichten Wald fuehrt dahin und ausser ein paar Haeusern ist dort nichts. Heute waren wir faul hielten nur den Wagen an, stiegen aus und schauten uns um. Natur pur.
Zurueck in Glenorchy kehrten wir nach der anstrengenen Fahrt in einem Cafe ein und goennten uns tiefschwarzen Kaffee, einen Muffin und eine Quiche. Da sitzt man dann in der Sonne (mit Kopfbedeckung, weil sonst Sonnenbrand), schlueft Kaffee, blickt auf die Berge und die anderen Touristen und fuehlt sich...wie im Urlaub.
Am Nachmittag war Lesen auf dem Balkon angesagt. Abends gingen wir dann nochmal nach Queenstown hinein, das uns nach dem anfaenglichen Verkehrsschock jetzt ziemlich gut gefaellt. Aber das hat viel mit dieser Unterkunft zu tun, die einfach paradiesisch ist.
Die ersten 320 Fotos sind auf CD gebrannt und die Speicherkarte ist wieder frei fuer neue Ausblicke auf die unglaubliche Naturkulisse Neuseelands.