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No Vacancies

14. Januar 2004

Heute sind wir ueber einen Pass nach Queenstown gefahren. Vorher haben wir aber noch den Mt. Iron erklommen. Ein kleiner Berg nahe bei Wanaka, von dem aus man eine schoenen Rundumsicht hatte. Damit sollte es aber auch fuer heute genug sein, denn unsere Beine waren waehrend des kurzen Aufstiegs ganz schwer geworden.

Die 70 Kilometer nach Queenstown waren dann schnell zurueckgelegt. Steil fuehrte die Strasse in engen Kurven zur Stadt hinunter. Dort fiel uns gleich der ausgesprochen dichte Verkehr auf. Hier schien mehr los zu sein als in Christchurch, aber Queenstown soll eben auch das Zentrum des Tourismus im Sueden sein. Es liegt natuerlich an einem von Bergen umgebenen See, aber eigentlich nicht schoener als Lake Tekapo oder Wanaka.

Das Zentrum des Ortes platzte dann fast aus den Naehten vor Touristen und den unvermeitlichen Tourbussen. Wir probierten es bei ein paar Motels, aber alles war ausgebucht, oder die Zimmer lagen direkt an der verkehrsreichsten Strasse Neuseelands. "No Vacancies" wird zu einem permanenten Slogan. Wir waren am Ende wieder mal soweit, dass wir nur noch weiterfahren wollten, beschlossen aber dann, erstmal einen Kaffee zu trinken und etwas zu essen. Allein das war schon schwierig, denn erst musste ein Parkplatz gefunden werden. Man koennte jetzt fragen, warum wir unbedingt in Queenstown bleiben wollten. Die Antwort ist, dass es hier im weiten Umkreis eben keine anderen Unterkunftsmoeglichkeiten gibt. Neuseeland ist ausserordentlich duenn besiedelt. Der naechste groessere Ort ist ausserdem genauso touristisch wie dieser und so koennte man immer weiterfahren.

Nach dieser Staerkung pilgerten wir wieder in die Tourist-Information. Dort hatte man dann eine einigermassen bezahlbare Unterkunft in einem Gaestehaus fuer uns. Wie sich herausstellte, hatten wir einen Glueckstreffer gelandet, denn das Zimmer ist ausgesprochen schoen und wir haben sogar einen Blick auf den See und die Berge. Wer haette das gedacht? An unserem naechsten Ziel fahren wir gleich die Tourist-Information an. Denn dass wir auch weiterhin Schwierigkeiten bei der Zimmersuche haben werden, ist leider sehr wahrscheinlich.