zurück

 

Tourismus-Overkill

12. Januar 2004

Endlich wieder online! Mit dem richtigen Kabel klappte die Verbindung zum neuen Anbieter auf Anhieb. Dafuer wird die Kuendigung des australischen Anbieters schwierig. Per Mail wollten sie es aus Sicherheitsgruenden nicht machen. Stattdessen sollte ich anrufen. Die erste Telefonkarte, die wir gekauft hatten, funktionierte dann aber irgendwie nicht. Heute bin ich dann durchgekommen und die erste Sicherheitshuerde besteht darin, dass sie einen zurueckrufen wollen. Wahrscheinlich rufen sie aber nicht nach Neuseeland zurueck, weil der versprochene Rueckruf nie kam. Jetzt habe ich nochmal per Mail gejammert, vielleicht nehmen sie die Kuendigung ja doch noch an.

Von Twitzel sind wir heute Morgen nach Wanaka aufgebrochen. Wieder gestaltete sich die Fahrt interessant. Es ging durch weite Taeler und ueber Paesse, mal steil hinauf, mal steil hinab und wurde nicht langweilig. Auf einem Pass befanden wir uns ploetzlich zwischen sanft geschwungenen Huegeln, die mit nichts anderem bewachsen waren als hellbraunen Grasbuescheln. Irgendwie nackt sahen sie aus, aber ganz unglaublich im Kontrast zu dem blau-weissen Himmel.

In Wanaka kamen wir dann aus der Natur in den totalen Tourismus-Overkill. Ich hatte den Ort viel ruhiger in Erinnerung, aber war damals mit Laurel und Armin auch nicht in der Hauptsaison hier. Jetzt tobt hier der Baer. Und das aus gutem Grund, denn der See und die Gebirgskulisse sind wirklich sehenswert. Nach einigen vergeblichen Versuchen in verschiedenen Backpacker-Unterkuenften, mussten wir auf die Visitors-Information als Hilfe zurueckgreifen. Dort bestaetigte man uns, dass fast alles ausgebucht sei. Mit etwas Glueck konnte die freundliche Dame dort noch etwas gerade noch Bezahlbares fuer uns auftreiben.

Beim Einkaufen in Supermarkt traten sich die ganzen Touristen sich dann gegenseitig die Fuesse platt. Wir waren leicht genervt. Ich war nach den Wandertagen heute etwas groggy und sowieso leicht gereizt. Die Sonne brannte mit unglaublicher Kraft vom Himmel. Ich hatte mir gestern bei diesigem Himmel einen leichten Sonnenbrand geholt. Jetzt weiss ich, dass man sich in Neuseeland besser auch dann eincremt, wenn gar keine Sonne scheint. Deshalb trauten wir uns erst gegen Abend raus und machten einen Spaziergang am See entlang. Da hat man dann wieder genau die Landschaft vor Augen, die man sich von Neuseeland gewuenscht hat. Ein wunderschoener See, das Seeufer baumbestanden, Boote auf dem Wasser und das Ganze eingefasst von teilweise schneebedeckten Bergen. Hach, da geht einem das Herz auf.