Siebentausendsachen |
05. Januar 2004
Die letzten Vorbereitungen fuer unsere Abreise nach Neuseeland wurden heute getroffen. Wir haben nochmal unser Auto gewienert. Ich habe das erste Mal in meinem Leben ein Auto mit einem Tuch abgetrocknet. Was man nicht alles tut, wenn man so eine Kiste loswerden will. Habe ich eigentlich schon geschrieben, dass die Reparatur unseres Schaltungs-Problems weniger teuer war, als wir zuerst angenommen hatten? Kommt wohl auch nicht so oft vor, dass man einen Kostenvoranschlag von einer Werkstatt gemacht bekommt und es am Ende billiger wird. Glueck gehabt. Weniger Glueck haben wir vielleicht mit dem Vibrationsproblem. Der Wagen vibriert im Leerlauf ziemlich stark. Deswegen hatten ihn auch die ersten Interessenten nicht nehmen wollen. Wir haben ihn kurz von einem Mechaniker anschauen lassen und der hat gemeint, es laege nicht nur an der zu niedrig eingestellten Leerlaufdrehzahl, aber ohne Check koenne er nicht mehr dazu sagen. Mit etwas erhoehter Drehzahl vibriert er aber nun nicht mehr so stark und wir probieren es jetzt erstmal so. Naechste Woche erscheint unsere Anzeige nochmal. Bisher hat sich keiner mehr gemeldet. In der naechsten Anzeige werden wir wohl mit dem Preis ein wenig runtergehen muessen und die Anzeige vielleicht etwas geschickter formulieren. Jetzt haben wir doch Peter und Kate damit behaengen muessen, aber anders ging es nun einmal nicht.
Ansonsten haben wir nicht viel gemacht, ausser unsere Siebensachen zu sortieren und zu packen. Eigentlich sind es mittlerweile eher Siebentausendsachen, aber wir koennen ja zum Glueck Vieles erstmal zuruecklassen. Wie wir das dann alles am Ende nach Hause transportieren wollen ist mir noch ein Raetsel. Aber damit beschaeftigen wir uns, wenn es soweit ist.
Da sich Peter und Kate nochmal "Mutter's Fischsosse" gewuenscht hatten, sind Kirsten und ich losgezogen und haben bei einem deutschen Metzger Heringe in Tomatensosse gekauft. Kate hat sich das Geheimrezept notiert und allen hat es auch beim zweiten Mal gut geschmeckt. Sam war etwas misstrauisch wegen der sauren Gurken und musste deshalb noch eine Banane essen...eigentlich eher reinstopfen, denn das ist genau das, was er mit den Bananenstuecken mit Begeisterung getan hat. Was fuer ein Spass! Dann verabschiedete sich Kate zum Nachtdienst (In Wirklichkeit, da sind wir sicher, geht sie ja nur in den Pub und besaeuft sich.). Wir zogen uns vor dem Fernseher den letzten Doppelpack "Law & Order" und "Monk" rein. Ob das in Neuseeland auch laeuft?
Wieder muessen wir an dieser Stelle sagen, welch ein Glueck wir haben, dass uns die Busch-Ursprungs auch das zweite Mal so nett aufgenommen haben und uns ganz schrecklich dafuer bedanken.