Stabile Seitenlage |
27. Dezember 2003
Gestern haben wir ausschliesslich mit Faulenzen und Ringen mit Peters Computer erbracht. Ich habe versucht, die Webcam und das Mikrophon, das wir den beiden geschenkt hatten, zum Laufen zu bringen und es endete damit, dass ich das ganze Windows neu installiert habe. Am Ende lief es dann, wenn auch nicht so stabil. Am Sonntag wollen wir das Ding dann mit Elli und Pete in Deutschland ausprobieren. Hoffentlich klappt es.
Am Morgen des heutigen Tages haben wir erstmal unser Auto gruendlich aufgeraeumt und ausgesaugt. Dann haben wir grosse "For sale" Zettel angebracht. Vielleicht bringt es ja was. Nachdem wir erst dachten Kates heilenden Haende haetten unseren Magna kuriert, ist das Problem heute wieder aufgetreten und wir werden das Auto am Montag zur Werkstatt fahren.
Gegen 13:00 Uhr sind wir dann bei Ronald und Judith in Frankston eingelaufen. Die beiden haben uns nett empfangen und wir hatten erstmal einen leckeren Lunch im Garten. Oliver, der uralte und mittlerweile blinde Hund schnueffelte in einer Tour an unseren Beinen, wie um sich zu ersichern, dass wir noch da waren. Nach dem Lunch wollten wir zu einer Austellung fahren, aber die war geschlossen und so sind wir doch heute schon nach Mornington an den kleinen Bootshafen gefahren und haben eine kleine Segeltoern mit Ronalds und Judiths Boot unternommen.
Am Hafen herrschte Hochbetrieb und wir hatten Muehe, das Dingi zu Wasser zu bringen, mit dem man zum Boot, der Orlando, hinausrudern musste. Erst fuhr Ronald mit Judith und Kirsten mit diesem Vollplastikruderboot raus, dann holte er mich noch ab. Die Orlando ist ein huebsches, etwa 6 Meter langes, weisses Segelboot mit kleinem Innenraum und ein wenig Holzverkleidung. Nach aufwendigen Vorbereitungen liessen wir den Motor an und tuckerten aus dem Hafen. Dann wurde der Motor ausgestellt und die Segel gehisst, eines vorne und eines in der Mitte des Boots. Der Wind blies kraeftig und so legte sich das Boot in eine uns bedrohlich erscheinende Schraeglage. Aber der Skipper und seine Navigatorin blieben ruhig und so legte sich auch unsere Panik. Wie sich herausstellte handelte es sich auch eher um eine stabile Seitenlage. So kreuzten wir eine Weile gegen den Wind und es war sehr angenehm. Nur beim Wenden brach Hektik aus, wenn das mittlere Segel von einer Seite auf die andere schwang. Der Seegang konnte sich sehen lassen. Wir wurden ganz schoen durchgeschuettelt und mussten uns gut festhalten. Ein Riesenspass. Bis Kirsten ploetzlich etwas flau im Magen wurde. Wir drehten um und segelten zurueck. Im Hafen angekommen ging es ihr aber schon wieder etwas besser und so blieben wir auf dem Boot und tranken Bier und Wein und hatten eine kleinen Snack, waehrend die Sonne tiefer sank. Irgendwann wurde es dann doch zu kalt und wir fuhren zurueck. Ronald brachte diesmal erst Kirsten und mich zurueck. Kirsten spielte Steuerfrau und Ronald und ich ruderten: Row, row, row your boat... Etwas verwirrend waren Kirstens Anweisungen schon, wenn sie versuchte Ronald nicht mit Roland durcheinanderzubringen. Aber das Problem kennen wir lange genug. Am Ende waren wir wieder an Land, tierisch froh ueber dieses einmalige Erlebniss und auch, ueberlebt zu haben.