zurück

 

Muskeln, Tatoos und Oberweiten

18. Dezember 2003

Wir stehen wieder frueher auf und machten uns zeitig auf den Weg zum beruehmten Bondi-Beach. Der Strand liegt etwas abseits vom Hafen und der Innenstadt und man faehrt etwa eine halbe Stunde bis dorthin.

Der Strand entpuppt sich dann wirklich als sehr schoen und die Bucht ist nicht gaenzlich verbaut. Es erinnert ein bisschen an Italien, wie die Haeuser an beiden Seiten bis fast ans Wasser gebaut sind. An der Promenade ist ein Cafe neben dem anderen. Der Sand ist fein und weiss und das Wasser ist klar. Eindrucksvolle Wellen tuermen sich weiter draussen auf und so tummeln sich die Wellenreiter im Wasser. Beim ersten Versuch verweigerte ich noch und Kirsten musste alleine reingehen. Spaeter dann traute ich mich selbst rein. Ehrlich, es haette mich nicht gewundert, wenn ein Eisberg vorbeigeschwommen waere. Die Wellen waren fies und gemein. Zum Wellenreiten sicher bestens geeignet.

Spaeter wurde es dann immer voller und ein Umstand war dann spaetestens nicht mehr zu uebersehen: Sehr viele Frauen entledigten sich ihrer Oberteile! Dazu muss man verstehen, dass dieses Verhalten im englischsprachigen Teil der Welt als fast so verwerflich angesehen wird wie im Iran. Wir haben das jedenfalls auf unserer Reise bisher noch nirgends gesehen, auch nicht auf Hawaii. Vielleicht ist Bondi-Beach ja deswegen so beruehmt-verrucht. Naja, wenn man sich an der Kiesgrube abgehaertet hat, ist das alles ja nicht mehr so aufregend und nach einer Weile ging uns diese Plastiktitten-Parade etwas auf den Nerv.

Wir zogen uns in ein Cafe auf der Promenade zurueck und beobachteten dort die Leute. Tatsaechlich gibt es da genuegend, die sich fuer unheimlich hip halten. Das Durchschnittsalter sehr niedrig und die Muskeln, Oberweiten und Taetowierungen sehr gross. Wenn einen das nicht weiter stoert ist Bondi-Beach auf jeden Fall einen Besuch wert.