Bayerisches Hinterland |
08. Dezember 2003
Das ist hier wirklich die ideale Feriengegend. Nirgendwo in Apollo Bay hat man es weit zum Strand. Das Hinterland (Im Englisch findet dieses Wort tatsaechlich genau so Verwendung.) besteht aus freundlichen gruenen Huegeln, die sich bis dicht an die Kueste erstrecken. Wir sind heute zu einem Wasserfall gefahren und hatten schon nach kurzer Zeit das Gefuehl, ploetzlich in Bayern gelandet zu sein. Die Kuehe auf den Weiden tun ihr uebriges, um einen vergessen zu lassen, dass man sich fast auf der anderen Seite der Erde befindet. Nach den Weiden schloss sich allerdings ein Farnwald an, der diesen Eindruck dann wieder gerade rueckte. Ein Spazierweg fuehrte vom Parkplatz eine halbe Stunde tiefer in diesen Farnwald hinein und an einem Bach entlang. Der Wasserfall erwies sich als lieblich plaetschernde Dusche. Das Wasser fiel aus 4-5 Metern Hoehe in ein Becken und es haette nicht viel gefehlt, und wir haetten uns darunter gestellt. Im Wald standen meterhohe Farnbaeume und gewaltige, sich schaelende Eukalyptusbaeume. Ein kleines Stueck Paradies.
Spaeter legten wir uns an den Strand. Bei der intensiven Sonne war man um jede Wolke dankbar. Zum Baden war das Meer allerdings viel zu kalt. Wir geniessen mal wieder das Nichtstun. Aber wir denken immer oefter an zu Hause. Ich glaube, wenn wir Ende Februar zurueckfliegen, freuen wir uns sehr nach Hause zu kommen. Aber noch liegt einiges vor uns. Morgen werden wir wieder bei Peter, Kate und Sam einkehren und sind ganz neugierig auf das neue Haus und darauf, ob Sam uns wiedererkennt. Derweil unser Auto dann hoffentlich endlich von seinen Schaltungsmacken befreit wird, haben wir einiges zu erledigen. Von Fotoentwicklung, zu Visa im Pass eintragen lassen, Rueckflug bestaetigen und nichts zuletzt Geschenken kaufen ist viel zu tun.
Apropos Geschenke kaufen. Wir muessen ja immer lachen, wenn wir hier Weihnachtsschmuck sehen. Ich kann mir nicht helfen, aber Weihnachtsmaenner mit Schlitten wirken hier einfach voellig deplaziert. Ist vom Weihnachtsgefuehl schon zu Hause nicht mehr gar soviel uebrig, wegen der ganzen Hektik immer vor dem Fest, koennen wir es hier ueberhaupt nicht mehr ernst nehmen. Aber vielleicht aendert sich das ja noch bis dahin.