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... und es gibt sie doch!

07. Dezember 2003

Wir haben heute doch tatsaechlich wilde Koalas gesehen. Oder vielleicht sollte ich besser sagen: Koalas in freier Wildbahn, denn sie waren alles andere als wild. Kirsten hat sie im vorbeifahren gesehen, obwohl sie gerade fuhr und ich gezielt nach Koalas Ausschau hielt. Vielleicht sollte ich mir neue Brillenglaeser zulegen. Als wir dann dort standen und die Koala-Mutter mit ihrem Jungen bestaunten, hielten gleich noch zwei andere Autos an und die Leute fragten ganz auf geregt, wo man denn hinschauen muesste. Dabei ist uns aufgefallen, dass man diese Teddybaeren ganz schnell aus den Augen verliert. Daran wird es auch liegen, dass wir bisher keine gesehen haben und schon zu der festen Ueberzeugung gelangt waren, dass es sie in Wirklichkeit gar nicht gibt. Gleich darauf fand Kirsten noch zwei Koalas auf der anderen Seite der Strasse und hat sich damit den Titel als Koala-Spezialistin verdient.

Wir sind heute nur etwas ueber 100 Kilometer von Peterborough nach Apollo Bay gefahren. Ein kurzer Abstecher zum Cape Otway erwies sich als Reinfall, weil der Eintritt zur Umgebung des Leuchtturms unverschaemt hoch war und man sonst ausser Bueschen nichts sehen konnte. Ausserdem waren die verdammten Fliegen wieder unertraeglich.

Wie wir gestern noch Peter am Telefon erfuhren, haben wir uns erfolgreich vor ihrem Umzug gedrueckt. Wir werden unsere Schuld dann wohl beim Auspacken abarbeiten muessen. Wir werden wohl so am 9. oder 10. wieder in Melbourne sein. Der Plan sieht vor, von Geelong oder einem Ort in der Naehe zur Mornington Peninsula ueberzusetzen und dann quasi "hintenrum" nach Melbourne zu fahren.

Morgen wollen wir noch das Strandleben in Apollo Bay geniessen. Es ist zwar sonnig, aber der Wind ist immer noch kuehl und an Baden ist bei dem Eiswasser ueberhaupt nicht zu denken. Vielleicht sollten wir uns Neopren-Anzuege zulegen. Die haetten wir schon oefter gut gebrauchen koennen.