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Geraeuschkulisse

04. Dezember 2003

Wir haben wieder einen Tag im Auto verbracht. Im wesentlichen sind wir dabei den Weg zurueckgefahren, den wir schon bei der Hinfahrt zurueckgelegt haben.

Der Himmel war heute morgen bedeckt und in Adelaide regnete es sogar ein bisschen. Uns war es eigentlich ganz recht, denn endlich brannte uns mal keine Sonne auf's Hirn oder heizte unser Auto auf, bis man das Lenkrad nicht mehr anfassen kann. Waehrend der Fahrt wurde es allerdings trotzdem unertraeglich schwuel.

Nach etwa 300 Kilometern ueberquerten wir die Grenze nach Victoria und haben damit auch South Australia endgueltig hinter uns gelassen. Zum Glueck gab die Landschaft dem Auge etwas zum festhalten. Nach den Adelaide Hills durchquerten wir Farmland mit weitlaeufigen Weizenfeldern und kamen durch kleine Ortschaften, die schon nicht mehr ganz so einsame Kaeffer waren wie in South Australia.

In Horsham, unserem ersten Stop auf der Hinfahrt, bogen wir in die Grampians ab. Die Grampians sind eine Art Mittelgebirge, die ehemals die Kuestenlinie gebildet haben. Die Strasse auf dem Weg dorthin wurde immer schmaler und immer kurviger und schraubten sich in ungeahnte Hoehen. Kurz schauten wir uns die McKenzie-Faelle an, die nicht sehr viel Wasser fuehrten. Dann hatten wir weite Ausblicken von den Balconies, zwei uebereinander und ueber einem Abgrund haengende Felsplatten. Vor ein paar Jahren konnte man noch auf die untere Platte steigen und atemberaubende Fotos machen. Jetzt sind sie gesperrt und nur ein Aussichtpunkt daneben ist zugaenglich. Wahrscheinlich aus gutem Grund. So verzichteten wir lieber auf atemberaubende Fotos und genossen nur den Ausblick.

Schliesslich trafeb wir in Halls Gap ein, einem kleinen Ort mitten im Grampians-Nationalpark. In Halls Gap ist es verdammt laut. In den Baeumen sitzende Grillen machen einen schier ohrenbetaeubenden Laerm. So etwas haben wir in der Laustaerke noch nie gehoert. Dazu fliegen Schwaerme von Kakadus ueber den Himmel und tragen mit ihrem Kraechzen zur allgemeinen Geraeuschkulisse bei. Ein Glueck, dass wenigstens die Kaenguruhs ruhig sind...