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Am Limit

02. Dezember 2003

Am dritten Tag hintereinander fahren wir ausschliesslich Auto. Langsam nervt es wieder. Ceduna war nicht mehr als ein unschoenes Kaff und so brachen wir frueh auf. Noch frueher, wenn man bedenkt, dass wir die Uhr seit Kalgoorlie um 2 1/2 Stunden vorgestellt haben.

Wie gestern erwaehnt liessen wir die Eyre-Halbinsel rechts liegen und waehlten den direkten Weg nach Adelaide. Auch so waren 770 Kilometer zurueckzulegen. Der Spencer-Gulf schneidet so weit ins Land hinein, dass man einen Riesenumweg fahren mussten. Waren die bisherigen Strecken zu ertragen, erwiesen sich die ersten 350 Kilometer als voellig uninteressant. Wir kamen an mehreren Ansiedlungen vorbei, die sich in nichts voneinander unterschieden und alle gleich haesslich und verloren wirkten.

Kurz vor Port Augusta mussten wir nochmal tanken. Allerdings war der Tankstelle das Benzin ausgegangen. Die Tankstellenbetreiberin meinte, zur Not koennten wir auch Super-verbleit tanken, allerdings passte der Zapfhahn nicht in unseren Tankstutzen. Da ein Trichter nicht zu finden war, fuhr die Frau zum naechsten Shop und holte einen. Scheinbar wollte sie auch nicht dafuer verantwortlich sein, wenn wir kurz vor Port Augusta liegengeblieben waeren. Wir tankten dann mehr als noetig und kauften auch noch etwas zu trinken.

In Port Augusta hatten wir unseren Westaustralien-Loop endgueltig abgeschlossen. Hier sind wir vor fast zwei Monaten Richtung Coober Pedy abgebogen und trafen jetzt nach schaetzungsweise 10.000 Kilometern an derselben Kreuzug aus Westaustralien ein. Ein seltsames Gefuehl.

In Port Augusta mussten wir eine laengere Pause einlegen und ein wenig rumlaufen. Wir wollten einfach nicht mehr in unserem Auto sitzen. Dennoch waren es noch 300 Kilometer nach Adelaide. Eine Strecke, fuer die wir auf der Hinfahrt einen Tag gebraucht haben, legten wir jetzt am spaeten Nachmittag zurueck. Unsere Kondition ist einwandfrei groesser geworden. Aber es war schon hart. Allerdings kam uns entgegen, dass die Landschaft schoener wurde. Von Baumreihen unterbrochene Weizenfelder bis zum Horizont, weite Blicke ueber das Land und einnmal mehr goldenes Nachmittagslicht trugen dazu bei, dass wir die Fahrt ueberstanden.

Wir fuhren mitten durch Adelaide und stellten wieder fest, wie schoen diese Stadt ist. Als Unterkunft hatten wir aber ein Motel in der Naehe des Strandes ausgesucht. Glenelg ist eine Art Vorort von Adelaide, oder einfach ein Aussenbezirk und bestimmt 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

In der Naehe ist eine Strasse mit massen von Restaurantes, Cafes und Pubs und alles war spaet abends noch geoeffnet. Es herrschte die Atmosphaere einer Feriensiedlung. Uns gefaellt's. Wir haben koestlich thailaendisch gegessen und sind zum Strand geschlendert. Dort haben wir auch beschlossen morgen einen Tag Pause einzulegen und den Tag mit nichts anderem als relaxen zu verbringen. Wir haben in drei Tagen mehr als 2000 Kilometer hinter uns gebracht und das ist einwandfrei unser Limit.