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Fabulous Kalgoorlie

27. November 2003

Wir sind im schoenen Kalgoorlie eingetroffen. Die Ueberraschung ist, dass diese Minenstadt tatsaechlich schoen ist. Aber der Reihe nach.

Das Wetter in Esperance war auch heute Morgen wieder bescheiden. Es nieselte und der Himmel war komplett bedeckt. So nisteten wir uns wieder im Internetcafe ein und haben dort prompt unsere Fluege nach Neuseeland gebucht. Eine Verschiebung um einen Tag erwies sich als guenstigere Variante und so fliegen wir jetzt am 6. Januar nach Christchurch und am 17. Januar zurueck nach Melbourne. Was ein Abenteuer. Wir schwanken noch, ob wir ein Auto kaufen oder mieten sollen. In Neuseeland ist ein Mietfahrzeug laengst nicht so teuer wie in Amerika und die Haftung im Schadensfall ist auch nicht so dramatisch. Mal schauen. Wir haben auch wieder Fotos hochgeladen, aber sind nicht fertig geworden.

Als wir das Cafe verliessen, schaute sie Sonne ein wenig aus den Wolken und wir fuhren dann noch die im Reisefuehrer empfohlene Rundstrecke am Meer entlang. Esperance liegt an einer atemberaubend schoenen Kueste mit langen, weissen Sandstraenden, Klippen und tuerkisfarbenem Wasser. Leider war an Baden auch heute nicht zu denken.

Danach nahmen wir die 400 Kilometer nach Kalgoorlie in Angriff. Die Fahrt ging mal wieder durch australischen Busch und so wahren wir froh, als wir es hinter uns hatten. Wir fuhren erstmal ins Zentrum und dort fiele uns gleich die vielen alten Gebaeude mit geschmackvoll gestalteten Fassaden auf. Wir riefen bei Richard und Kim an, um uns anzukuendigen und fanden schnell dorthin. Das Haus, in dem sie mit ihren beiden Kinden Jake (14) und Ruby (2) und zwei Hunden leben ist sehr geraeumig und von einem grossen Garten umgeben. Wir machten es uns auf der riesigen Veranda bequem und hatten uns einiges zu erzaehlen. Richard gab sich Muehe und sprach sehr deutlich, so dass wir diesmal keine Verstaendigungsprobleme hatten. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir inzwischen einfach ein besseres Ohr fuer australisches Englisch haben. Im Laufe des Abends machten wir gleich unseren mitgebrachten Wein nieder und mit dem Alkohol wurde unser Englisch immer fluessiger. Wir haben viel gelacht ueber die aus Leibeskraeften schnarchende Claire-Elizabeth, einen kleinen Schmusehund und ueber die englische Eigenart, alles zu uebertreiben und immer mit bomastischen Adjektiven wie "fabulous", "amazing" und "awesome" zu belegen und viele andere Dinge. Wir versuchten uns auch mit Sofie, dem etwas groesseren Wachhund anzufreunden, was in einem Waffenstillstand endete. Und ueber allem wachte Thomas, die Haus-Spinne. Sie gehoert zu Kim und Richards Taktik, ihren Kindern die Angst vor Spinnen zu nehmen. Diese etwa einen kleinen Handteller grosse Spinne ist irgendwann im Haus aufgetaucht und Ruby durfte sie taufen, wenn auch nicht anfassen. Jetzt gehoert sie zur Familie. Ich muss gestehen, dass ich kleine-Handteller-grosse Spinnen etwas gruselig finde, aber ich bin eben auch nicht mit einer Haus-Spinne aufgewachsen. Schon frueh waren hatten wir die noetige Bettschwere erreicht und bezogen den Wohnwagen, der direkt neben dem Haus steht. Dort schliefen wir so gut, dass wir mindestens noch zwei Naechte bleiben werden. Samstag will uns Richard mit in die Mine nehmen, was Touristen normalerweise verwehrt bleibt. Das lassen wir uns natuerlich nicht entgehen.