zurück

 

Give Way

25. November 2003

Das Verhaeltnis von Fussgaengern und Autofahrern ist in Australien ein Thema fuer sich. Nachdem wir die uebertriebene Ruecksichtnahme der Amerikaner kennengelernt haben, die schon anhalten, wenn man sich nur den Anschein gibt, ueber die Strasse zu wollen, und zwar egal wo, faellt uns hier umso mehr auf, dass das Auto uneingeschraenkten Vorrang hat. Ueberquert man als Fussgaenger die Strasse, wird eher noch Gas gegeben als gebremst, um einen erst gar nicht drueber zu lassen, oder knapp hinter einem vorbeizufahren, wie um zu zeigen, dass man gefaelligst haette warten sollen. Es ist hier einfach nicht ueblich, als Autofahrer Fussgaengern den Vortritt zu lassen. Wenn wir dies im Auto doch mal machen, reagieren die Leute ganz perplex und winken uns eher durch, als tatsaechlich ueber die Strasse zu gehen. Australien ist auch das einzige Land, das ich kennen, in dem an Fussgaengerueberwegen Vorfahrt-Achten-Schilder fuer die Fussgaenger stehen. Das ist kein Witz! Hier in Esperance gibt es einen Weg, der vom Supermarkteingang ueber eine Strasse fuehrt. Vor der Strasse stehen auf beiden Seiten kleine dreieckige Schilder mit der Aufschrift "Give Way". Da weiss man wo der Hammer haengt.

Der Himmel ist heute fast durchweg bedeckt, aber es regnet (noch) nicht. Eine kuehle Brise weht vom Meer herein und laesst uns froesteln. Aber uns ist das ganz recht, denn nach den vielen Erkundungen die letzten Tage, wollen wir uns heute einfach mal gar nichts anschauen. Wir haben viel Zeit im Internetcafe verbracht, gelesen, unsere Klamotten gewaschen und sind in der Gegend rumgeschlendert.