Ueber's Land |
20. November 2003
Wir sind mit jedem Tag mehr begeistert von dieser Gegend hier. Ein paar Kilometer suedlich von Margaret-River befindet sich der Eingang zur Lake-Cave, einer der vielen Hoehlen in der Umgebung. Diese Hoehle kann man nur im Rahmen einer Fuehrung besuchen, und so trabten wir geduldig einer Horde Asiaten hinterher. Die Lake-Cave heisst nicht umsonst so. Ihre Besonderheit ist der unterirdische See, in dem sich bei passender Beleuchtung die Stalaktiten spiegeln. Wir waren beeindruckt.
Weiter ging die Fahrt durch Eukaluptus-Waelder, an Feldern mit gluecklichen Kuehen, Pferden, Schafen und dazwischen auch gluecklichen Kaenguruhs vorbei zur Hamelin-Bay. Das ist eine weitlaeufige Bucht mit wunderschoenen Sandduenen und klarem Wasser, in dem wir sogar ganz nah am Strand einige Rochen ausmachen konnten.
Letzte Station an der Westkueste war dann das niedliche Oertchen Augusta. Dort kehrten wir erstmal in einem Cafe ein. Dann fuhren wir weiter zum Cape Leeuwin, wo der Indische und der Suedliche Ozean aufeinandertreffen. Auf einem Huegel stand ein schneeweisser Leuchtturm und darunter kochte das Meer zwischen den Felsklippen.
An dieser Stelle hiess es Abschied nehmen vom Indischen Ozean und der Westkueste Australiens. Wir freuen uns auf die Suedkueste. Zunaechst machten wir aber einen Abstecher ins Landesinnere nach Bridgetown. Die Fahrt dorthin war der bisherige landschaftliche Hoehepunkt unserer Reise. Klar, wir haben an der Westkueste spektakulaere Sachen gesehen, aber immer nur an den Zielpunkten der Streckenabschnitte waehrend die Abschnitten dazwischen immer langweilig waren. Hier jedoch fahren wir einfach ueber's Land und das Herz geht uns dabei auf. Um Bridgetown herum sah es fast ein bisschen aus wie in Bayern. Aber natuerlich ist es wegen der ganz anderen Vegetation doch wieder voellig anders.
Leider fanden wir in Bridgetown keine erschwingliche Unterkunft und deshalb ging es weiter nach Manjimup. Dort war stand aber fuer morgen eine Messe auf dem Programm und so waren dort alle Motels voll. Die Frau an der Rezeption eines Motels erwies sich aber als aussergewoehnlich hilfreich und vermiitelte uns eine Unterkunft in Pemberton, einem kleinen Ort, der nicht weit entfernt lag. Auch die Fahrt hierher war im spaeten Nachmittagslich ein Erlebnis.
Wir beschlossen spontan, zwei Naechte zu bleiben und morgen noch ein bisschen in der Gegen rumzufahren und vielleicht ein wenig zu laufen. Der Suedwesten erweist sich immer mehr als positive Ueberraschung.