Die Ratteninsel und Carreras am Fluss |
16. November 2003
Wir sind total geschafft und grottenmuede, deshalb heute nur die Kurzversion der Ereignisse des Tages. Wir haben es heute endlich wahr gemacht und sind mit der Faehre nach Rottnest Island gefahren. Zwei Stunden dauert die Fahrt und ab Fremantle aehnelte es eher einem Viehtransport. Wir sind ja selbst Schuld, dass wir uns Sonntag fuer diesen Ausflug ausgesucht haben.
Als wir unsere Fahrraeder am Ziel in Empfang nahmen und loszogen, waren alles wieder in Ordnung. Rottnest Island ist fuer Autoverkehr gesperrt und erwies sich auch sonst als aeussert paradiesisch.Die Fahrradfahrer haben die Strassen fuer sich alleine. Die Duenenlandschaft fuehrt zu einer staendigen Berg und Talfahrt. Wir waren von gestern noch geschafft und kamen schnell ins Keuchen.
Dabei oeffnete sich alle hundert Meter eine wunderschoene Bucht nach der anderen. Das Meer spielte mit allen Farben zwischen gruen und blau, weil sich unter der Wasseroberflaeche Riffe, Felsen oder Sandbaenke befanden. Ueberall ankerten schneeweisse Boote, Leute plantschten, schnorchelten oder lagen am Strand herum. Wir sahen auch die kleinen rattenaehnlichen Kaenguruhs, die der Insel ihren Namen gaben.
In vier Stunden waren wir um die Insel herum. Dazwischen mussten wir einige Pausen einlegen und trauten uns auch einmal ins eiskalte Wasser. Voellig erschoepft konnten wir uns auf dem Rueckweg auf der Faehre gerade so wachhalten.
Nach einer kurzen Ruhepause und bevor wir engueltig einschliefen, brachen wir zu dem Pub am Fluss auf, an dem wir schon oft vorbeigegangen waren. Leider konnte ich wegen der Antibiotika die ganze Zeit kein Alkohol trinken, aber heute Morgen hatte ich die Letzte genommen und das musste gefeiert werden.
Nebenan im Park stimmte sich schon das Orchester fuer das Konzert von Jose Carreras ein, der dann auch bald zu singen begann. Wir lauschten mit etlichen anderen Zaungaesten und hatten bestimmt einen besseren Blick auf die Buehne als macher der zahlenden Gaeste. Nach ein paar Liedern machten wir uns auf den Heimweg. Was fuer ein Tag.