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Die italienische Stadt

15. November 2003

Am Sonntag Abend wird hier Jose Carreras ein Freiluftkonzert am Fluss geben. Zwar ist ein grosses Stueck der Parkanlage dazu gesperrt und man kommt nur mit sicher sehr teuren Karten hinein, aber man kann bestimmt alles auch vom Fluss aus hoeren. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Tag laenger zu bleiben und morgen den Tag ueber nach Rottnest Island zu fahren.

Aber auch heute waren wir nicht untaetig, sondern haben uns Fahrraeder geliehen uns sind 23 Kilometer am Swan-River entlang nach Fremantle gefahren. Der erste Teil der Strecke fuehrte auf einem Fahrradweg direkt am Fluss entlang. Spaeter als das Flussufer steiler wurde, mussten wir einige Huegel erklimmen. Dabei haben die exklusiven Viertel von Perth durchquert. Beim betrachten der Villen dort blieb uns manches Mal der Mund offen stehen, was sich bei den Fliegen allerdings nicht empfiehlt. (Man muss sich bezueglich der Fliegen wohl die stoische Gleichmut einer Kuh antrainieren. Wir haben im Fernsehen Australier gesehen, denen das offensichtlich schon gelungen ist. Sie zucken wortwoertlich nicht mal mehr mit der Wimper, wenn waehrend eines Interviews Fliegen im Gesicht rumkrabbeln. Wir sind da noch nicht so weit und bekommen noch sporadisch Tobsuchtsanfaelle bei ganz penetranten Exemplaren.) Darunter waren eine ganze Menge unglaublich geschmackvoller Anwesen. Viele davon haette man ohne jegliche Aenderung 1:1 nach Italien versetzten koennen. Ueberall Terracotta-farbene Steine, Veranden, Gaerten und wunderschoen gestaltete Haeuser. Haette man das Geld, sich hier ein Haus zu kaufen, fiele die Auswahl wirklich schwer. Die meisten Haeuser hatten natuerlich schoene Ausblicke auf den Fluss und in Richtung Stadt. Nach Fremantle hin gab es sogar einige, die auf der anderen Seite noch auf's Meer hinaus schauen konnten. Das Wetter war angenehm und so kamen wir zwar ordentlich ins Schwitzen, aber schafften es ohne Kollaps nach Fremantle. Dort haben wir selbstverstaendlich erstmal Kaffee getrunken und sind dann ueber den samstaeglichen Markt geschlendert. Zurueck ging es dann mit der Bahn, in der man die Raeder kostenlos mitnehmen konnte.

Jetzt ruhen wir uns aus und warten auf den Anpfiff des Rugby-Halbfinales Australien-Neuseeland. Wir haben uns stilecht mit Chips uns Cola versorgt. Ich werde die Kiwis unterstuetzen und Kirsten haelt zu den Wallabies. Mal sehen, wer am Ende die Nase vorne hat.