zurück

 

Farbenspiele an Traumstraende

27. Oktober 2003

Heute gibt es nur Gutes zu berichten! Nach so viel trostloser Buschlandschaft bekamen wir heute im Cape Range Nationalpark die volle Packung.

Von Exmouth fuehrt die Strasse zunaechst nach Norden zur Spitze der Halbinsel. Dort hatten wir vom Leuchtturm aus schon die ersten atemberaubenden Ausblicke auf weisse Duenen und tuerkis gefaerbtes Meer. Von hier aus erstreckte sich die Strasse an der Westkueste entlang nach Sueden. Kleine Stichstrassen fuehrten ab und zu durch die Duenen an weisse Sandstraende. Schon am ersten Strand konnten wir einige Riesenschildkroeten im Wasser beobachten. Am naechsten Strand konnte man eine hohe Duene hochklettern und befand sich ploetzlich in einer weissen Wueste. Der Wind wirbelte den Sand auf, bis er an den Beinen prickelte. Hinter den Duene schimmerte das Meer in unglaublichsten Farben.

Das erlebte seine Steigerung noch in der Turquoise Bay, die nicht umsonst so heisst, denn das Wasser ist an Tuerkisheit nicht mehr zu ueberbieten. In der relativ seichten Bucht verteilt waren einige kleinen Riffe, ueber die man schnorcheln konnte. Wir packten unsere Taucherbrillen aus und versuchten es, aber ohne Schnorchel haelt man natuergemaess nicht besonders lange aus. In der Bucht verteilt waren dann auch ein paar Leute, aber richtig viel los war nicht und das war ja auch ganz schoen so. Es wehte ein ueberraschend kuehler Wind und das Wasser war eiskalt. Irgendwie sind wir doch ein ganzes Stueck nach Sueden vorangekommen und haben die Meeresstroemung gewechselt.

Nach einem erfrischenden Bad und etwas im Sand raekeln sind wir weiter zum Yardie-Creek gefahren. Dieser Creek ist eigentlich gar kein Creek, sondern eine mit Meerwasser gefuellten Schlucht. Ein Pfad fuehrte an der Klippe entlang und bot bezaubernde Ausblicke auf rotgefaerbte Felswaende und tiefblaues Wasser. Die Farben wurden durch die schraeg stehende Sonne noch verstaerkt, denn es ging schon auf den Nachmittag zu. In der einen Richtung konnte man also in den Creek schauen, in der anderen Richtung blickte man auf das Meer. Welch eine Kombination!

Auf der Rueckfahrt mussten wir dann schwer aufpassen, dass wir keine Kaenguruhs ueberfuhren, denn die waren jetzt ueberall zu sehen. Wir machten nochmal kurz an der Turquoise Bay Halt, die wir diesmal ganz fuer uns alleine hatten und schauten dann dem Sonnenuntergang vom Leuchtturm aus zu.

Was fuer ein Tag! Wir wurden fuer die langen langweiligen Strecken, die uns hierherfuehrten, voll entschaedigt. So kann es weitergehen.