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Kleinlasterversammlung

25. Oktober 2003

Heute hatten wir uns nur 300 Kilometer vorgenommen. Leider gibt es wieder ueber die Landschaft nichts zu berichten. Ein paar karge Huegelketten bildeten die einzige Abwechslung, sonst nur australischer Busch so weit das Auge reichte. Wieder fuehrte der Highway weit im Landesinneren entlang, vom Meer war nichts zu sehen. Kurz vor Karratha fuehrte eine Strasse nach Point Samson, einem kleinen Ort am Ende der Burrup-Halbinsel. Dorthin lockte uns die Honeymoon-Cove, eine kleine, von Felsen eingefasste Sandbucht mit einem zauberhaften Strand und ganz klarem Wasser. Die Abkuehlung hatten wir auch noetig. Der sehr starke Wind und die Muecken vertrieben uns schliesslich von dort wieder.

Wir erreichten Karratha, aber fuhren weiter nach Dampier. Dampier ist wie alle Orte an der Kueste industriell gepraegt, bietet aber einen Ausblick auf die Inseln des Dampier-Archipels. Der Ausblick war nett, die Preise der einzigen beiden Motels aber exorbitant. Eigentlich verwunderlich bei so einem industriell gepraegtes Oertchen, aber vielleicht orientieren sich die an den Preisen, die sie von Firmenkunden abzocken koennen. Hier fahren schon wieder alle mit ihren Kleinlaster-Pickups rum. Vielleicht machen die ja alle ihre orangenen Signallampen auf dem Dach an Feiertagen an, wir wissen es nicht.

Wir fuhren wieder zurueck nach Karratha und erlebten dort das Gleiche. Die Hotels waren ueberteuert und die einzige Backpacker-Unterkuft hatte keine Doppelzimmer mehr. Hier ist viel los und wir wissen gar nicht warum. So schoen ist es hier nun wirklich nicht. Wir landeten schliesslich in einer Cabin auf einem Campingplatz. Weiterfahren konnten wir beim besten Willen nicht, denn der naechste groessere Ort liegt schon wieder 400 Kilometer weit weg.

Wir sind bisher ehrlich gesagt nach vielversprechendem Anfang in Broome etwas enttaeuscht von der Westkueste, aber geben die Hoffung noch nicht auf.