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Spiegeleier auf Fels

16. Oktober 2003

Der Sonnenuntergang im Feuchtgebiet vor "unserer Haustuere" war so schoen, dass wir uns entschlossen, hier noch einen Tag zu bleiben. Nach dem hohen Tempo der vergangenen Woche ist das auch mal wieder notwendig.

Einem Tip der Frau an der Rezeption folgend sind wir, als es dunkel war, nochmal rausgegangen und haben mit einer Taschenlampe ins Wasser geleuchtet. Wie sie gesagt hatte, leuchteten an verschiedenen Stellen die Augen einiger Suesswasserkrokodile zurueck! Suesswasserkrokodile sind ja nicht so gefaehrlich wie ihre Salzwasser-Kollegen. Trotzdem wollte ich hier nicht schwimmen.

Wir haengen hier heute einfach so rum und schauen in die Gegend. Wie schoen, dass sich der erste Stop in Westaustralien als solches Paradies entpuppt. Ganz in der Naehe ist der Bungle Bungle-Nationalpark, von dem man immer Fotos sieht, wenn die Kimberleys illustiert werden. Leider ist er nur mit Vierradantrieb zugaenglich und wir spielen wieder mit dem Gedanken an einen Rundflug. Vielleicht koennen wir aber auch fuer einen Tag einen Jeep leihen.

Zum Sonnenuntergang sind wir auf Kelly's Knob gefahren, eine Felsenspitze am Ortsrand. Es war wieder einmal unglaublich, wie rot die Felsen leuchten koennen, wenn das Abendlicht auf sie faellt. Dazu ist er wegen der gespeicherten Hitze des Tages so heiss, dass man ihn kaum anfassen kann. Darauf koennte man glatt Spiegeleier backen. Der Blick reichte weit ueber die Stadt und Felder hinweg bis zu Auslaeufern der Kimberleys. Mit Sonnenuntergang kam eine zwar immer noch warme aber in diesem Fall fast schon erfrischende Brise auf. Es war wunderschoen.