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Hitzeschock

13. Oktober 2003

Wir hatten kein Glueck mit den Mechanikern. Alle waren entweder nicht da, oder ausgelastet. Wir versuchen es Morgen nochmal in Katherine.

Die Kilometerfresserei ging heute unvermindert weiter und da nichts zu sehen war, gibt es davon auch nichts zu berichtet. Doch, die Termitenhuegel werden wieder groesser und manchmal stehen ganze Waelder dieser einen Meter hohen Tuerme neben der Strasse. Auch wird die Landschaft langsam wieder etwas gruener. Das war's dann auch schon. Die Raststationen etwa alle 100 Kilometer sind zum Teil gruselige Orte, denen man gerne schnell wieder den Ruecken kehrt. Nach 550 Kilometern hatten wir unser Tagespensum endlich hinter uns.

War es in Tennant Creek sehr warm, herrscht hier jetzt eine Bullenhitze. Ich habe einen richtigen Gong versetzt bekommen, als wir aus dem Auto ausstiegen. Kurz spielten wir noch mit dem Gedanken, doch ein Motelzimmer zu nehmen, aber das sah dann so schrecklich aus, dass wir unseren Magna vorzogen. Ich vertrage diesmal die Umstellung schlechter als Kirsten und war kurze Zeit wie paralysiert vom Hitzeschock und hatte das Gefuehl, nicht richtig Luft holen zu koennen. Nach einer kalten Dusche und einer Rast in der Haengematte geht es wieder etwas besser. Das Bad in den Thermalquellen vorher war nicht besonders hilfreich, da das Wasser eine Temperatur von 34 Grad hat, was keine Erfrischung darstellt. In dem kleinen Stueck Regenwald, in dem sich die Quelle befindet, haengen ueberall Flughunde in den Palmen und machen einen Mordslaerm mit ihrem Gekraechze. Ausserdem haben wir den Verdacht, dass der unangenehme Geruch von ihren Exkrementen herruehrt, die ueberall herumlagen. Hoffentlich kuehlt es heute Nacht etwas ab.