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Kombifahrer

30. September 2003

Wir haben ein Auto gekauft! Zwar steht es noch nicht vor der Tuer, aber auf dem Papier gehoert es schon so gut wie uns. Nach langer Fahrt erreichten wir heute wieder die Autostadt im Osten Melbournes. Wir schnappten uns den Wagen und fuhren zum Mechaniker. Er war so nahe an der Autostadt, dass man einen Deal zwischen den Dealern und ihm befuerchten musste, praestentierte uns aber nach zwei Stunden doch ein paar Maengel. Mit der Liste fuhren wir dann zurueck und John Alessi (Scheinbar stammen alle Autoverkaeufer aus Italien.) versprach, uns alles machen zu lassen. Bei erneuten Handeln bissen wir dann leider auf Granit. Scheinbar einfach schon zu offensichtlich, dass wir das Auto nehmen wollten. Etwas zerknirscht, aber letztendlich doch ganz zufrieden machten wir den Handel dann perfekt. Am Donnerstag werden wir unseren Stationwaggon dann abholen. Der Mistubishi Magna ist von der Groesse her etwa mit dem Opel Vektra Kombi zu vergleichen, fuer unsere Verhaeltnisse also eine Riesenkiste. Vielleicht koennen wir sogar hinten schlafen, wenn es die Umstaende erfordern. Jetzt sind wir also auch unter die Kombifahrer gegangen, wenn auch nur temporaer. Aber Kinder sind nicht in Sicht! Um da gleich mal aufkommenden Geruechten vorzubeugen...

Das war fuer heute auch schon so ziemlich alles, was wir gemacht haben. Autokauf ist eine anstrengende Beschaeftigung. Peter wird den Wagen ueber sich versichern und hat uns wahnsinnig unterstuetzt. Wir werden auf diese Weise eine ganze Menge Geld sparen, und er hat uns mit seiner Hilfe schon viel Aerger erspart.

Wir revanchieren uns heute Abend fuer die Gastfreundschaft der Australier mit einem echt deutschen Essen. Um die Ecke gibt es zwei deutsche Metzker, bei denen wir Kasseler, Kloesse und Rotkraut besorgt haben. Kate meint, es riecht schon jetzt hier wie in einer deutschen Kueche. Eben haben wir noch alle mit Sam Ball gespielt und er war so muede, dass er vor Muedigkeit staendig umfiel. Es ist schon hart, wenn man so klein und schwach ist, und alle ueber einen lachen. Dafuer geiert das kleine Fressmoster nach jeder Art von Essen, die in seinem Gesichtsfeld auftaucht. Und wenn man nicht sofort etwas davon abgibt, dann kann man was erleben! Aber dafuer, dass da staendig zwei seltsame Fremde im Wohnzimmer rumhaengen und gar nicht mehr verschwinden wollen, ist er ausgesprochen lieb zu uns.

Jetzt, da das mit dem Auto fast erledigt scheint, faellt langsam die groesste Anspannung von uns ab. Ich gebe zu, dass ich doch reichlich nervoes und am Ende auch ungeduldig war.