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Rollie und Kyte als Teleskopdiebe

20. September 2003

Hier uebrigens noch etwas verspaetet bevor wir Hawaii verlassen die Geschichte von Rollie und Kyte und dem Diebstahl des Keck-Teleskops: Nachdem Rollie und Kyte auf dem Mauna Kea beim Stargazing-Programm einen Blick durch die kleinen Telekope werfen konnten, beschlossen sie spontan das groesste Telekop der Welt, das Keck-Telekop, zu klauen.

Nachdem sie die Nacht abgewartet und sich auf den Berg geschlichen hatten, brachen sie die Tuer des Observatoriums auf und betraten den Beobachtungsraum. Da stand es in einem maechtigen Geruest direkt vor ihnen, sie brauchten nur noch zugreifen. Aber dann machte Rollie den Fehler, durch das Okular zu schauen. Welten taten sich da auf! Sterne! Sternhaufen! Galaxien! Rollie und Kyte waren so fasziniert, dass sie die Zeit vergassen und am Ende vergassen sie sogar ihr Vorhaben und fuhren voller fantastischer Bilder wieder nach Hause. Was fuer ein Abenteuer!

Das Strassenfest zu unseren Ehren war gestern ganz nett. Es zog sich ueber einige hundert Meter an einer der Haupverkehrsadern entlang. Ueberall spielten Livebands und endlich mal konnte man auch andere Musik ausser dem suesslichen hawaiianischen Gedudel hoerenl. Das geht uns ja langsam schon etwas auf dem Wecker. Im Radio spielen sie auch fast ausschliesslich Reggae und andere unheimlich relaxte Easy-Going-Laid-Back-Musik. Wenn ich hier leben muesste, wuerde ich zum Heavy Metal Fan, nur so zum Ausgleich.

Ich habe mir einen Imbiss gegoennt, der irgendwie hawaiianisch sein sollte. Es gab eine Art sehnige Chicken-McNuggets, in Mayonaise erstraenkten Maccaronisalat und dazu Reis. Schmeckte eigentlich ganz gut, aber nach der Haelfte konnte ich mich nur noch mit Muehe wieder erheben. Hawaiianer essen doch etwas schwer...

Unser Hotel hat uns heute mit einem wirklich guten Service ueberrascht. Wir mussten heute zwar um 13:00 Uhr auschecken und es war nicht moeglich, das Zimmer noch einen halben Tag zu behalten, man bot uns aber an, vor der Abreise einen sogenannten Hospitality-Room zu benutzen. Dieses Zimmer war dann ein ganz normales Hotelzimmer, aber mit der denkbar schlechtesten Aussicht und ohne Klimaanlage. Fuer den gedachte Zweck war es allerdings genau richtig. So konnten wir den ganzen Tag am Strand abhaengen (und schon nach kurzer Zeit in den Schatten fliehen) und noch ein paar Souvenirs kaufen. Gegen 20:00 Uhr gingen wir dann ins Hotel zurueck, duschten uns, zogen uns um und warteten auf den Shuttle-Bus. Das Gepaeck konnten wir bis dahin natuerlich im Hotel lassen.

Der Bus kam puenktlich, aber wir waren doch ziemlich weit hinten in der Schlange zum Einchecken, so dass wir nun zwei Sitze in der Mitte direkt vor der Leinwand haben. Eigentlich aber gar nicht so schlecht, denn man hat mehr Beinfreiheit und da es eine kleine Maschine ist, sind es die einzigen Sitze in der Mitte. Bald landen wir in Sydney, wor wir in eine Maschine nach Melbourne umsteigen werden. Kate und Sam holen uns am Flughafen ab und wir sind schon gespannt auf die beiden.