Inselrundfahrt |
19. September 2003
Der Aufstieg zum Diamond Head gestaltete sich wie ein Asiaten-Alm-Auftrieb. Scheinbar gehoert das zum unverzichtbaren Programm aller Reiseveranstalter und die Asiaten sind ja so gewissenhafte Touristen, dass dann auch jeder brav da hochtrabt.
Man faehrt mit dem Auto in den Krater hinein, in dem man natuerlich fuer das Parken etwas bezahlen muss. Von dort aus steigt der Pfad die Innenwand des Kraters bis zum Rand hinauf. Oft ist es so eng, dass man den Gegenverkehr abwarten muss. Aber die Staus auf dem Weg nach oben waren erst der Beginn dieses Horrortrips. Nach einer Reihe von Treppenstufen erreicht man einen stockdunklen Tunnel. Man kann sich an einem Gelaender hindurchhangeln, aber wir sind das erste Mal froh ueber die gewissenhaften Asiaten, die natuerlich Taschenlampen dabei haben. Nach dem Tunnel fuehren weitere 99 Stufen auf den Kraterrand hinauf. Am Ende geht es wieder durch einen Tunnel und dann eine enge Wendeltreppe zu einem ehemaligen Bunker hinauf. Auf der Wendeltreppe wird das Chaos dann gaenzlich unertraeglich. Wieder ist kein Licht vorhanden. Massen von Menschen quetschen sich aneinander vorbei. Nichts fuer Leute mit Platzangst. Aus dem Bunker zwaengt man sich dann unter einem tiefhaengenden Betondach auf die enge Aussichtsplattform, auf der sich die Leute fast gegenseitig auf die Fuesse treten. Die Aussicht ist toll, aber so richtig geniessen kann man das bei dem Trubel nicht. Es bleibt unverstaendlich, warum der Pfad nicht einfach weitergeht, sondern da Tunnel und Treppen gebaut werden mussten und warum diese unbeleuchtet bleiben. Vermutlich soll uns das eine Art Nervenkitzel bereiten. Wir fanden es nur nervig.
Schnell stiegen wir wieder ab und fuhren nach Waikiki zurueck, um unser Auto wieder abzugeben. Lustiger weise muss man dazu bis in den 10. Stock eines Parkhauses fahren und wir haetten fast die Rueckgabezeit ueberschritten, weil man eine ganze Weile braucht, bis man sich da hochgeschraubt hat. Vom offenen Parkhausdeck hat man eine ganz nette Aussicht und ich fotografierte ein weiteres Mal das schoene rosafarbene Royal Hawaiian Hotel.
Heute Abend findet ein Strassefest zu unserem Abschied veranstaltet. Eine der Hauptstrasse durch Waikiki wird gesperrt. Das waere doch nicht noetig gewesen.