zurück

 

Hawaiianische Hochalm

15. September 2003

Heute waren wir wieder fleissig. Nach einem kurzen Strandaufenthalt an unserem Lieblingsstrand sind wir weiter Richtung Norden gefahren. Zunaechst ging es durch trockene Landschaft. An einigen Stellen der schwarzen Lavafelder scheint es ein beliebter Volkssport zu sein, sich mit aus weissen Steinen zusammengesetzten Inschriften zu verewigen. Zwischen den scharfkantigen Felsbrocken waechst helles Gras und an der Strasse wachsen ab und zu Buesche mit rosa, roten und weissen Blueten.

Nach Norden hin, wird die Landschaft schnell gruen. Wir befinden uns auf dem aeltesten Teil der Insel. Hier scheint es haeufiger zu regnen und von Lavafelsen ist nichts mehr zu sehen. Die Strasse fuehrt hoch ueber dem Meer entlang und in einiger Entfernung ist ein Berg zu erkennen, der aus den Wolken schaut und wohl zu Maui gehoeren muss. Wir fahren durch kleinen Siedlungen und erreichen schliesslich das Ende der Strasse. Dort befindet sich nur noch ein Aussichtspunkt, der den Blick auf eine zerklueftete Kueste freigibt.

Wir fahren zurueck und kehren in einem kleinen Cafe ein. Dort trinken wir das erste Mal echten hawaiianischen Kona-Kaffee. Endlich mal richtiger Kaffee! In einer Zeitung lesen wir, dass wir in unserer Zeit hier mindestens drei leichtere Erdbeben versaeumt haben. Aber wenn die auch immer zu so nachtschlafener Zeit loslegen, selbst Schuld.

Dann setzen wir unsere Entdeckungsfahrt ueber die Kohala-Mountains fort. Auf einer Hoehe von etwa 1000 Meter angekommen, fuehlen wir uns wieder einmal in eine andere Welt versetzt. Sanfte Wiesen ziehen sich kegelfoermig geformte Huegel hinauf, Nadelbaeume bilden eine Allee und spaetestens die grasenden Kuehe lassen uns an eine typische Alpen-Hochalmen-Landschaft denken. Bizarr. Ein paar Kilometer weiter steigt die Strasse wieder in ein vulkanisch gepraegtes Tal ab. Man kann kaum glauben, dass sich so viele grundverschiedene Landschaften auf einer Insel befinden.

Wir fahren dann zu noch einem Aussichtspunkt und schauen wieder die Kueste entlang. Dann machen wir uns auf den langen Weg zurueck nach Kailua.

Voellig entsetzt mussten wir heute Abend hinnehmen, dass uns ein Regenschauer ueberraschte. Nach so viel eintoenig schoenem Wetter ist man so ein garstiger Verhalten gar nicht mehr gewohnt. Boeses, boeses Wetter.