Zwei kleine Hopser und eine quaelende Unterkunftsuche |
06. September 2003
Gut dass wir die letzten Tage so faul waren, denn dieser Tag heute hat uns einige Nerven gekostet. Die Fluege waren kein Problem. Zwei kleine Hopser (von Kauai nach Honolulu und von Honolulu nach Big Island) und schon waren wir in Kona angekommen. Kona liegt auf der Westseite von Big Island, welche auch die sonnige Seite ist. Eigentlich bezeichnet "Kona" den ganzen Kuestenabschnitt, aber die Stadt, in der wir jetzt sind, wird auch Kona genannt, oder auch Kailua-Kona. Es ist etwas verwirrend.
Wir haben uns wieder fuer die ganze Zeit ein Auto genommen. Es ist einfach der beste Weg, um die Insel wirklich zu erkunden. Eigentlich sind die Raten gar nicht so schlecht, aber bis die verdammt Karre richtig versichert ist, ist man eine Menge Geld los. Diesmal ist es wahrlich kein Raketenauto sondern ein voellig poplige Kiste. Wie fuehlen uns an unseren guten alten Kadett erinnert. Na, Armin, lebt er noch?
Nach der erfolgreichen Operation haben wir uns erstmal einen Burger gegoennt. Der erste Burger seit langer Zeit. Irgendwie haben wir gar nicht mehr so oft Lust darauf.
Dann haben wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht. Es war richtig, nicht ueber Expedia zu buchen, denn die Unterkuenfte, die wir dort gesehen hatten, und die bezahlbar waren, stellten sich als ziemlich schaebig heraus. Ok, wir sind durch unser Strandhotel in Kauai verwoehnt. So etwas finden wir hier nicht mehr, allein deswegen, weil es hier keine so schoenen Straende gibt. Aber zusaetzlich wurden Raten genannt, dass uns schwindlig wurde. Unser erster Versuch ein Condominium (eine Art Appartement) zu mieten schlug fehl, weil es irgendwie kein Empfang gab und man nur telefonisch buchen konnte. Nach unseren ersten Versuchen wollten wir die vier Waende, in denen wir immerhin die naechsten 10 Tage verbringen werden, aber auf jeden Fall in Augenschein nehmen. Da unserer Reisefuehrer hartnaeckig behauptete, diese Condos seien die Unterkuenfte mit dem besten Preis-Leistungs-Verhaeltnis, gaben wir nicht auf und fanden schliesslich etwas Annehmbares zu einem guten Preis. Da war es dann auch schon 16:30 Uhr und wir waren seit 7:45 Uhr unterwegs. Es war hoechste Zeit. Hier herrscht eine Hoellenhitze. Die Klimaanlage im Auto nuetzte nichts, weil wir immer nur kurze Strecken fuhren und dann eh in die Hitze raus mussten. Am Ende gingen wir echt auf dem Zahnfleisch. Jetzt haben wir ein freundliches, helles Appartement mit einer leider nur aus einer Mikrowelle bestehenden Kuechenzeile, einem Balkon, von dem aus man sogar ein kleines bisschen vom Meer sehen kann, gefunden und sind voellig erschoepft. Waehrend der Suche kam uns so manches Mal der Gedanke, wir waeren besser auf Kauai geblieben. Die naechsten Tage werden zeigen, ob diese Insel da mithalten kann.