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Weichgekochte Hirne

25. August 2003

Die Hitze muss uns inzwischen das Hirn weichgekocht haben. Wenn bisher noch nicht, dann ganz bestimmt nach der heutigen Aktion. Wir wollten auf den Diamond-Head steigen. Das ist ein etwa 300 Meter hoher, erloschener Vulkankegel in der Naehe von Waikiki. Wir sind frueh los, um nicht in die Mittagszhitze zu kommen und ohne zu fragen wo genau der Weg zum Gipfel beginnt. Es endete damit, dass wir zwei Stunden in der Vormittagshitze um diesen verdammten Berg rumtaperten um den Aufstieg zu finden. Zwar hatten wir eine Flasche Wasser dabei, aber das hilft hier auch nicht so richtig weiter, wenn die Sonne brennt. Wir befinden uns eben in den Tropen, da mag das Klima hie auch noch so gemaessigt sein. Fuer uns ist ein so langer Marsch in gluehender Sonne einfach eine einzige Quaelerei. Dabei haben wir Leute gesehen, die an uns vorbei joggten, aber die sind das bestimmt gewohnt. Wir sind mit dem Kopf scheinbar noch irgendwo in Alaska, was auch an unseren Kappen liegen mag, die wir dort gekauft haben und die diese Aufschrift tragen. Ein Bus schien nicht zu fahren und ein Taxi ist uns keins begegnet. Voellig am Ende erreichten wir knapp vor einem Sonnenstich wieder unser Hotel. Der Diamond-Head bleibt von uns unbezwungen.

Jetzt haben wir uns erstmal den Bauch mit Obst vollgeschlagen. Gestern haben wir die erste hawaiianische Ananas probiert. Koestlich! Der Flug von Big Island nach Honolulu ist um einen Tag vorgezogen und wir haben wieder dieses Hotel gebucht. Wir sind eben doch Schnaepchenjaeger, wobei wir fuer die Umbuchung etwas zahlen muessen und leider nicht ganz so viel sparen wie wir bei rechtzeitig eingeschaltetem Hirn gekonnt haetten. Praktisch ist, dass wir auf diese Weise eine ganze Menge Gepaeck hier lassen koennen.

Kyte hat sich hingelegt und traeumt sicher wieder von Wellen, die sie sanft hochheben. Ich werden mich gleich dazugesellen. Uebrigens ist die Email-Adresse [email protected] momentan leider nicht verwendbar. Wer in den letzten Wochen eine Mail dorthingeschrieben hat, sollte sie bitte nochmal auf [email protected] oder [email protected] schicken, wir haben sie naemlich dann einfach nicht bekommen.

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Als wir uns wieder etwas erholt hatten, waren wir gerade noch in der Lage, das letzte Tageslicht am Strand zu geniessen. Kirsten hat ihren neuen Bikini eingeweiht und wir haben uns wieder mit unseren schreiend bunten Rettungsringen auf den Wellen schaukeln lassen. Abends gab es dann Pizza. Wir sind mittlerweile der echten italienischen Pizza so etwaoehnt, dass uns eine gut gemachte dicke amerikanische Pizza auch ganz gut schmeckt. Da sassen wir dann zufrieden und sahen den Leute beim Flanieren zu. Zwischen den Touristenmassen geht manchmal ein Surfer mit seinem Brett unter'm Arm nach Hause, man sieht alle Sorten aufgebretzelter Tussies und Maennern in Sandalen und wiessen Kniestruempfen. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt.

Wieder muessen wir packen. Morgen werden wir zum Flughafen abgeholt und fliegen nach Kauai. Wir sind gespannt. Dort wird sicher nicht so ein Trubel herrschen. Hoffentlich haben wir mit unserer zweiten, online gebuchten Unterkunft genausoviel Glueck wie hier.