Stadt der Gegensaetze |
21. August 2003
Es ist wirklich gruselig hier. Das Hostel scheint neben der Traveller auch noch feste Bewohner zu haben. Man kann sich vorstellen, wer hier wohnt... Nicht nur, dass auf der Strasse nur Penner rumlaufen, hier begegnen sie einem auf dem Flur! Es ist wirklich die schlimmste Unterkunft, die wir bisher hatten. Dagegen war sogar das Containerhotel beim Denali-Nationalpark noch gemuetlich. Wir haben mit Ohrenstoepsel allerdings nicht schlecht geschlafen. Wenn wir unterwegs sind, nehmen wir natuerlich alle Wertsachen mit. Nachdem wir gewaschen haben, werden wir uns gleich wieder auf den Weg machen. Gott sei Dank ist es warm draussen. Die Sonne brennt vom Himmel, aber in San Francisco gibt es auch immer diesen fiesen Wind. Im Schatten ist es immer kuehl und wenn die Sonne untergeht, ist es ohne Pullover nicht auszuhalten. Wir haben fuer Morgen um 6:00 Uhr einen Bus-Shuttle zum Flughafen bestellt. Der Flug geht zwar erst um 9:00 Uhr, aber wir wollen allen eventuellen Schwierigkeiten mit unseren nicht mehr aktuellen Tickets vorbeugen.
Was fuer eine gegensaetzliche Stadt! Erst laeuft man zwischen all den Verrueckten und Verwahrlosten Slalom, um dann in einen nagelneuen Medien-Center zu geraten, in dessen Aussenbereich auf einem Rasen ein paar Taenzer zu Musik ein kleines Ballett auffuehren. Da standen wir, vor uns ein elegantes Wasserspiel, dahinter edle Musik und schoene Bewegungen und als Hintergrund die Hochhaeuser des Financial District. Und das alles in unmittelbarer Nachbarschaft zu schlimmstem Elend. Wie die Leute hier das aushalten ist uns schleierhaft und viele halten es ja auch nicht aus...
Wir haben heute viel Zeit damit verbracht, unsere weitere Reise zu organisieren. Der neu erstandene Reisefuehrer zu Hawaii bestaetigte uns, dass das Hotel auf Kauai, das wir ueber expedia.com gefunden hatten, ganz in Ordung ist. Zwar ist uns etwas schleierhaft, warum die Preise fuer die Zimmer auf der Webseite des hoeher sind als bei expedia angegeben, aber die kriegen sicher besondere Raten. Hoffen wir, dass es nicht gar zu schrecklich ist, denn auf Kauai wollen wir 11 Tage verbringen. Wir haben auch gesehen, dass man einen Secherpack-Tickets fuer Fluege kaufen kann. Da wir genau drei Fluege machen, passt uns das sehr gut in den Kram. Ein Auto haben wir noch nicht gebucht. Das wollen wir dann vor Ort machen.
Natuerlich haben wir wieder bei unserem Lieblings-Chinesen gegessen und haben auf eine Empfehlung hin ein Cafe in Little Italy aufgesucht und uns Kasekuchen reingezogen. Lecker. Dort haben wir mit einer Deutschen und ihrem amerikanischen Freund geplaudert. Sie lebt seit vier Jahren in der Naehe von L.A. und hat mit uns kraeftig ueber die Amerikaner gelaestert. Der Rest war immer wieder ein Deja-vu-Erlebnis. Wir waren hier ja vor zwei Jahren und koennen uns noch ziemlich genau an viele Sachen erinnern. Ist schon merkwuerdig nach so viel Neuem, etwas Bekanntes zu sehen. Nach immerhin ueber vier Monaten.
Jetzt freuen wir uns erstmal auf Honolulu. Morgen geht's los. Irgendwie ist es ziemlich unwirklich.