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Schlafende Riesenkatzen

19. August 2003

Eigentlich hatten wir ja gedacht, wenn wir in Seattle sind, dann fahren wir irgendwie nach San Francisco. Dass die Fahrt allerdings so schoen werden wuerde, haetten wir nicht vermutet.

1. Teil:
Heute Morgen ging es erst einmal wieder an der Kueste entlang, die sich durchaus mit der Suedkueste Australiens messen kann. Wieder hatten wir tolle Ausblicke auf Felstuerme vor der Kueste. Die Zwoelf Apostel liessen gruessen. Es war zwar sonnig, aber der Wind war eisig.

2. Teil:
Dann fuehrte die Strasse ins Landesinnere und durch einen Wald voller riesiger Redwoodbaeume. Ich bin zwar kein Botaniker, aber die muesse mit den Sequoia verwand sein. Wir kurvten zwischen unglaublich hohen Baeumen mit Staemmen wie Saeulen hinduch. Dur den Wald wehten Wolken, die vom Meer hereingetrieben wurden und die Sonne warf scharfe Strahlen durch die Luecken. Mystischer kann ein Wald nicht mehr aussehen.

3. Teil:
Nach den Redwood-Baeumen verwandelte sich die Landschaft wieder und wir fuhren durch Weinanbaugebiete. Neben den unzaehligen Weinstoecken, bedeckte sandfarbenes Gras die huegelige Landschaft und in der Nachmittagssonne kontrastierte das ganz wunderbar mit den Baeumen und dem hellblauen Himmel. Besonders das Gras hatte es uns angetan. Die Huegel sahen aus, als haetten sie ein Fell und wirkten wie schlafende Riesenkatzen.

Jetzt haben wir etwa 50 Meilen vor San Francisco in Santa Rosa noch einmal Halt gemacht. Wir legen eine Gedenkminute an Rosa ein...Die Fahrt war zwar wunderschoen, aber eben auch sehr lang und wir sind ziemlich geschafft. Morgen um 12:00 Uhr muessen wir dann das Auto abgeben.