Dramatische Kueste |
18. August 2003
Heute ging es weiter immer an der Kueste entlang. Die Strasse fuehrte tatsaechlich auf grossen Strecken direkt am Meer entlang und man konnte fabelhafte Ausblicke auf Klippen und kilometerlange Straende geniessen. Vor einigen Abschnitten der Kueste standen isolierte Felstuerme, oder kleine Felsinselchen sprenkelten das Wasser, auf denen sich manchmal Seehunde aalten. Einmal fuhren wir hoch ueber dem Meer entlang, dann wieder auf der Hoehe der Sandduenen. Riesige Wellen durchzogen das Wasser und brachen sich mit Wucht an den Felsen oder brandeten den Strand hinauf. Dazu wehte ein so starker Wind, dass er den Brechern die Gischt wegblies und als feinen Nebel in der Luft verteilte, so dass die Kueste in der Ferne wie im Nebel verschwand. Dramatische Ausblicke.
Beim Zwischenstop bei einem Taco-Bell Schnellimbiss erlebten wir wieder, wie einer der Angestellten uns fragte woher wir kaemen und uns dann ganz aufgeregt darauf hinwies, dass ausser uns noch andere Deutsche anwesend seien. Wir nicken dann immer hoeflich aber ignorieren das sonst. Vielleicht erwarten die, dass sich Deutsche im Ausland als Brueder und Schwestern in die Arme fallen. Vielleicht machen das Amerikaner ja so. Ja, sicher, die machen das ja schon hier so. Vielleicht sollte ihnen mal jemand erklaeren, dass sich viele Deutsche im Ausland am liebsten aus dem Weg gehen, weil's davon in Deutschland ja genug gibt und weil es bei 80 Millionen Deutschen, von denen viele gerne reisen, nicht gar so unwahrscheinlich ist, sich im Ausland zu treffen.
Wir kommen langsamer voran als gedacht und sind immer noch in Oregon, ob wohl die Grenze zu Kalifornien nicht mehr weit ist. Das liegt auch an der unglaublich traegen Fahrweise der Amerikaner. Es ist wirklich unglaublich wie die zuckeln koennen. Der Ort hier heisst Gold Beach und hat seinem Namen heute Abend beim Sonnenuntergang alle Ehre gemacht. Wir haben einen langen Strandspaziergang unternommen. Erstaunlich viel Treibholz lag auf dem Strand herum und in der Abendsonne wirkte irgendwann jeder ausgebleichte Baumstamm wie eine Skulptur, die ein Kuenstler mit Absicht so positioniert hatte.