Der Monopus |
17. August 2003
Es gibt tatsaechlich noch andere Cafes ausser Starbucks. Heute Morgen haben wir in einem davon gefruehstueckt. Es sah Starbucks zwar zum verwechseln aehnlich, aber war eben nicht Starbucks. Fuer alle, die es nicht wissen: Starbucks ist der McDonalds der Cafes. Allerdings gibt es dort tatsaechlich guten Kaffee und allerlei suesses Geschnackerl. Aber trotzdem muss man ja nicht unbedingt der Mcdonaldisierung Vorschub leisten und kann auch mal unabhaengige Cafes unterstuetzen.
Um 11:00 Uhr haben wir dann unser Auto abgeholt, einen weissen Ford Taurus. Nett. Aus Seattle haben wir dann so gut herausgefunden wie noch aus keiner Stadt zuvor. Die ersten 150 Meilen nach Portland in Oregon haben wir auf dem Freeway zureuckgelegt und sind dann Richtung Kueste gefahren. Vorher hatten wir noch kurz einen Blick auf den Mount St. Helens erhaschen koennen, der Vulkan, der vor nicht allzulanger Zeit ausgebrochen ist.
Nachdem wir aus den groessten Stadtkonglomeraten heraus waren wurde es schnell laendlich. Wir fuhren durch huegeliges Farmland, hellbraune gemaehte Felder auf denen dunkelgruene Baeume wie grosse Murmeln verstreut lagen. Es herrschte eine unglaubliche Hitze. Ein Thermometer an der Strecke zeigte 36 Grad an.
Dann, genau in dem Moment, als wir die Kueste erreichten, trieben ploetzlich dunkle Wolken in unheimlicher Geschwindigkeit die Kueste entlang. Ich dachte schon, ein Tornado wuerde sich naehern, aber alle Leute, die wir sahen wirkten voellig entspannt. So ist das Wetter hier eben. Die Temperatur sank innerhalb von 20 Meilen um 20 Grad.
Wir haben ein Hotelzimmer mit Blick auf's Meer gefunden und die Frau an der Rezeption versprach uns einen tollen Sonnenuntergang. Nachdem wir uns beim Thai die Schnuten verbrannt haben, weil "medium" fuer die eben doch noch verdammt scharf ist, sind wir an's Meer zurueck. Aber von Sonnenuntergang war nichts zu sehen. Die Wolken trieben wie Nebelschwanden an Land und es blies ein so starker Wind, dass der Sand aufgewirbelt wurde. Sandsturm am Strand, das hatten wir auch noch nicht gesehen. Und dort lag er dann im Sand: Ein einarmiger Octopus. Ein Monopus! Eine naehere Untersuchung ergab dann jedoch, dass es sich nur um eine langestreckte Alge handelte.