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Musikalisches Seattle

16. August 2003

Passend zu der schon festgestellten Musikalitaet der Stadt gibt es hier ein interaktives Musik-Museum. Da es von unserem Shuttle-Fahrer hochgelobt wurde, sind wir heute hin und haben einen unverschaehmt hohen Eintritt bezahlt. Es hat sich nicht ganz gelohnt. Zwar gab es einen Raum, in dem man an Keyboards, Drums und Gitarre rumklimpern konnte, aber es war weniger spassig als wir gedacht hatten. Ansonsten hat das Museum im wesentlichen Jimmi Hendriz und Nirvana gehuldigt. Ein Raum war der Gitarre gewidmet und einer der Disco-Bewegung der 70er. Jeder Besucher konnte sich ein Geraet umhaengen, das auf Knopfdruck Kommentare zu den Ausstellungsstuecken abspulte, was an sich ganz nett war, aber dazu fuehrte, dass man von jeglicher Kommunikation untereinander abgeschnitten durch die Hallen wandelte.

Auf einem Pier der Promenade spielen heute die Beach Boys. Sind die nicht schon hundert Jahre alt? Neben dem Hotel spielt in einem winzigen CD-Laden eine Live-Band dreiakkordigen Garagenrock. Seattle ist tatsaechlich eine Stadt der Musik. Daneben gibt es nette Pubs, Cafes und Restaurantes, aber leider keinen groesseren Park in der Innenstadt. Trotzdem ueberrascht uns Seattle postiv. Es scheint hier eine starke alternativ-linke Szene zu geben. So viele Anti-Bush Plakate haben wir noch nirgends gesehen und heute war sogar irgendwo ein Hanf-Fest. Drogen! Oh Gott, wie schaendlich! Hier aber irgendwie kein Problem.

Ansonsten waren wir noch ein bisschen shoppen und hatten nicht mehr so viel Lust auf Sightseeing. Morgen holen wir unser Auto ab und machen uns auf den Weg nach Sueden.