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Abschied von Kanada

15. August 2003

Heute Morgen um 9:00 Uhr wurden wir von unserem Shuttle-Bus im Hostel abgeholt. Ausser uns waren noch fuenf andere Traveller dabei. Auf der Fahrt unterhielten wir uns angeregt mit dem kanadischen Fahrer und einer Deutschen, die so gut englisch sprach, dass ich sie erst fuer eine Amerikanerin hielt. Sie war ebenfalls unterwegs auf einem Trip um die Welt und war schon in China und Neu-Seeland und so hatten wir uns einiges zu erzaehlen.

Die Kontrollen an der Grenze waren bescheiden und so waren wir gegen 13:00 Uhr in Seattle. Das Hotel ist ganz nett und wir haben wieder einen Fernseher! Allerdings lese ich gerade so ein spannendes Buch, so dass die letzten Tage leicht ohne Glotze zu ertragen waren. Allerdings haben wir so erst heute von dem grossen Stromausfall im Osten erfahren. Wahnsinn, dass so etwas so einfach passieren kann.

Uebrigens lese ich schon das zweite englische Buch viel besser als das Erste. Es ist, als haette jemand einen Schalter im meinem Hirn umgelegt. Natuerlich kenne ich laengst nicht alle Worte, aber fast immer kann man aus dem Zusammenhang erkennen, was sie bedeuten sollen. Haette nie gedacht, dass das so schnell geht. Kyte geht es sogar oft so, dass sie nicht mehr weiss, ob sie etwas auf englisch oder deutsch gelesen hat. So gesehen war wohl nur etwas Zwang notwendig, damit wir endlich mal damit anfangen englische Buecher zu lesen.

Wir haben uns nur schweren Herzens von Vancouver getrennt. Diese Stadt hat es uns richtig angetan. Auch von Kanada mussten wir uns nun endgueltig verabschieden. Schade, eigentlich.

Nach Vancouver hat es natuerlich jede Stadt schwer und so auch Seattle. Natuerlich ist es nicht so schoen. Der Public-Market direkt an der Promenade war jedoch tatsaechlich ganz nett. Hier gibt es bestimmt auch sehr schoene Ecken, eine Ahnung davon hat uns schon unser kurze Nachmittagsbummel gegeben, aber nach Vancouver... Allerdings faellt auf, dass hier an jeder Ecke jemand Musik macht. Ob Piano, Gitarre oder Saxophon, wir wurden ueberall angenehm beschallt. Hier soll es ja auch ein interaktives Museum geben, das der Musik gewidmet ist. Scheinbar hat Seattle ein ganz besonderes Verhaeltnis zur Musik.