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Plattfuesse

09. August 2003

Mir tun die Plattfuesse weh. Heute haben wir grosse Strecken in der Innenstadt von Vancouver zurueckgelegt. Zu Fuss zu gehen ist eben immer noch die beste Art und Weise, wenn man eine Stadt kennenlernen will. Da Samstag ist, waren die Strassen voll mit Leuten, die Einkaufen gehen. Vancouver scheint uns eine kompakte Stadt zu sein, was man allein daran erkennt, dass die grossen Shopping-Malls nicht wie sonst ueblich irgendwo weit ausserhalb des Stadtzentrums liegen, sondern mitten in der Stadt.

Auffaellig sind die vielen asiatischen Gesichter, die einem auf der Strasse begegnen. Ein hoher Anteil der Bevoelkerung Vancouvers stammt von dort. Kyte hat sich heute von einem Phillipino die Schuhe "shinen" lassen. Der Schuhputzer hat natuerlich gleich wissen wollen, woher wir kommen und hat uns auch von seiner Familie erzaehlt. Nachdem Kytes Schuhe so gut wie neu waren, sind wir weiter zum Hafen geschlendert und haben ueber das Burrad-Inlet auf Schiffe, Wasserflugzeuge und Nord-Vancouver auf der anderen Seite geschaut. Wir koennen uns gar nicht an den schmucken Hochhaeusern hier satt sehen. Sehr geschmackvolle verspiegelte und raffiniert geformte Glastuerme gibt es hier. Man merkt halt doch, dass wir aus Mainhatten kommen.

Zur Mittagszeit haben wir uns mit Sushi den Bauch vollgeschlagen. Das gibt es hier buchstaeblich an jeder Ecke und es ist sehr guenstig. Danach war ein Mittagsschlaf faellig. Unser Hostel liegt mitten in Downtown, was eben neben vieler Vorteile eben auch den Nachteil der Laermkulisse hat. Jedenfalls habe ich ziemlich unruhig geschlafen, auch weil es im Zimmer die ganze Nacht sehr warm blieb. Aber davon muss ich Euch zu Hause ja nichts erzaehlen. Wir verfolgen im Spiegel-Online, wie schlimm es in Europa gerade mit der Hitzewelle ist und sind ehrlich gesagt ganz froh, nicht dort zu sein.

Fuer Dienstag haben wir auch einen Friseurtermin ausgemacht. Endlich haben wir uns getraut. Hier in Vancouver waren wir uns auch relativ sicher, einen guten Friseur zu finden, waehrend wir in Alaska Laeden gesehen haben, in die ich noch nicht mal einen Schaf schicken wuerde. Man muss sich ja nur mal die Haare der Alaskaner anschauen. Die trauen sich da auch nicht rein!

Auch eine Serie von Filmen haben wir wieder entwickeln lassen und sind von dem Ergebnis beeindruckt. Ich kann der Sammlung meiner Sonnenuntergaenge wieder ein paar hinzufuegen.

Ueber das Internet haben wir ein Backpacker-Hostel in San Francisco reserviert. Hier an der Westkueste gibt es diese Dinger endlich in ausreichender Menge, so dass auch mal etwas frei ist. Der Plan sieht jetzt vor, naechsten Freitag nach Seattle zu fahren (Vom Hostel aus kann man einen Shuttel-Bus reservieren.), dort zwei Naechte zu bleiben und dann in drei Tagen die 800 Meilen nach San Francisco zurueckzulegen (Vielleicht mit einem Mietfahrzeug.). Das ist zwar etwas brachial, aber irgendwo muessen wir jetzt auf die Tube druecken. In San Francisco haben wir dann zwei Naechte bis zum Abflug nach Honolulu. Aber dort waren wir ja schon und ausser als zum House of Nanking essen zu gehen, haben wir dort nicht viel vor.

Nachdem es heute Mittag mal geregnet hat, scheint jetzt wieder die Sonne. Heute Abend soll noch ein Feuerwerk stattfinden, dass wir uns natuerlich anschauen werden. Alles in Allem kann man sagen: Vancouver ist eine Wucht.