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Letzte Station in Alaska

03. August 2003

Wir haben unsere letzte Station in Alaska erreicht: Ketchikan. Nach sechs Stunden mit der Faehre, standen wir wieder mal an der Anlegestelle, die sich scheinbar aus Prinzip nicht in der Naehe vom Zentrum der Orte befindet, die sie eigentlich anteuert. Diesmal mussten wir eine halbe Stunden auf den Bus warten, weil wir den Taxi-Geiern keine Dollars in den Rachen schmeissen wollten. Gestern Abend und heute frueh konnten wir ausnahmsweise mal Laufen, aber mehr als 500 Meter sind mit dem Gepaeck einfach nicht drin. Bei mehr, brechen mir irgendwann die Schultern ab. Kirstens Rucksack traegt sich da besser. Aber vielleicht hat sie ja auch einfach mehr Kraft.

Ketchikan ist ganz wunderbar und verdient die Bezeichnung Stadt mehr als alle Orte seit Juneau. Am Dock im Zentrum lagen wieder zwei riesige Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Ketchikan zieht sich verbunden durch verwinkelte Treppen gruen bewaldeten Huegel hinauf und wie andernorts sind die Haeuser in so steile Haenge gebaut, dass kleine Stege und Plattformen zu den Eingaengen an den Seiten fuehren. Die Sonne schien heute zeitweise und das bedeutet hier schon etwa so viel wie 5 Richtige im Lotto. Staendig starten und landen kleine Wasserflugzeuge. Wir sind die Creek-Street entlangeschlendert, die aus einem Steg besteht, der sich an einem Creek entlangschlaengelt und zwischen bunten Haeusern hindurchfuehrt, die auf Pfaehlen teilweise in den Creek hineinragen. Im Wasser kann man sie Lachse in Massen stromaufwaerts ziehen sehen und ab und zu springt einer und faellt klatschend wieder ins Wasser zurueck. Wir sind mit einer kostenlosen (!) Zahnradbahn auf einen kleinen Huegel gefahren und hatten nette Ausblicke auf die Stadt. Unser Hotel ist direkt im Zentrum und ziemlich alt, aber sehr schoen rennoviert. Wir haben ein winziges Zimmer mit netter Einrichtung, leider ohne Ausblick, aber wir haben heute wieder so viel gesehen, dass es nicht so schlimm ist.

Morgen werden wir hier noch ein wenig durch Ketchikan schlendern und uns dann uebermorgen von Alaska verabschieden. Endlich haben wir wieder eine Telefon, mit dem die Internetverbindung wahrscheinlich funktionieren duerfte und koennen den Reisebericht aktualisieren.