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Reservierungsmarathon

28. Juli 2003

Da wir wieder ziemliche Schwierigkeiten beim Finden eine Unterkunft in Petersburg hatten, aber wegen der Faehrenreservierungen auf die naechsten Tage hinaus genau wissen wann wir wo sind, haben wir heute einen Telefonmarathon gestartet und nicht eher geruht, bis alle Unterkuenfte einschliesslich Vancouver reserviert waren. Dabei ist uns das Kunststueck gelungen, in Vancouver fuer eine Woche ein Zimmer in einem Backpacker-Hostel zu buchen und damit die teuren Unterkuenfte bis dorthin etwas auszugleichen. Fast am Ende unserer Nordamerika-Reise schaffen wir also endlich, was wir vorher so oft vergelblich versucht hatten. So werden wir jetzt also bis 15. August sorgenfrei reisen und muessen nicht laengerdas Gefuehl haben, dass die Haelfte unserer Zeit fuer Organisation draufgeht.

Sitka hat sich heute wieder in seine Ende-der-Welt-Version verwandelt. Es regnet und die umliegenden Berge und Wolken sind in Nebel gehuellt. Wie schoen, dass wir wenigstens gestern die andere Seite bewundern konnten. Als das Licht der Abendsonne von den Wolken rot refelktiert wurde, bin ich nochmal mit Kamera bewaffnet nach draussen gehechtet. Zuerst bin ich auf den Castle-Hill gestuermt, auf dem wohl frueher irgendeine Art von Befestigungsanlage stand. Aber da hatte ich genau Richtung Sonnenuntergang Baeume in der Sicht. Also bin ich wieder runtergestuermt, bei Sonnenuntergaengen kommt es manchmal auf Minuten an, und auf die Bruecke gerannt, die Sitka mit einer vorgelagerten Insel verbindet, auf der sich der Flughafen befindet. Dort hatte ich dann eine bombastische Sicht auf Sitka, den Hafen, die Berge und den Sonnenuntergang und habe ein paar Fotos geschossen, von denen ein paar zu den Best-of dieser Reise zaehlen werden. Wunderschoen.

Ansonsten haengen wir rum, lesen viel, gehen mal kurz um die Ecke und glotzen TV. Ich lese gerade einen Krimi, der von einem Ortansaessigen geschrieben wurde und auch hier spielt. Er trifft die Atmosphaere ziemlich gut. Zwar kapiere ich die Handlung, aber ich kann mich immer noch nicht damit abfinden, bei englischen Texten viele Woerter nicht zu verstehen und deren Bedeutung nur zu erahnen. Mir geht da einfach zu viel verloren, mehr als jede schlechte Uebersetzung verderben kann. Natuerlich wird uns nichts anderes uebrig bleiben als weiterhin englische Buecher zu lesen, aber ich finde das noch immer unbefriedigend.