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Abschied vom Jeep

21. Juli 2003

Heute haben wir uns von unserem Jeep verabschieden muessen. Aaron meldete sich am Freitag, nachdem wir schon laengst angenommen hatten, er sei nicht mehr interessiert. Kurz verhandelten wir ueber den Preis und brachen nach dem Auflegen des Hoerers in Triumphgeheul aus. Aber erst jetzt, wo wir das Geld in Haenden halten sind wir gaenzlich erleichtert.

Damit haben wir fuer den Jeep genau 100 Dollar weniger bekommen als wir in Boston ausgegeben haben. Aber das ist natuerlich nur die halbe Wahrheit. Weder haben wir die Verkaufssteuer rausbekommen, die wir in Boston zahlen mussten, noch erstattet uns jemand die Raten fuer 3 Monate KFZ-Versicherung. Dazu kommen noch die Bremsen, die wir in Calgary haben machen lassen und die Ausgaben fuer die Anzeigen in der Anchorage Daily News, die wirklich horrend waren, sich aber letzten Endes ausgezahlt haben. Die ganze Wahheit ist, dass wir uns fuer die Gesamtsumme niemals auch nur annaehernd einen Mietwagen haetten leisten koennen. Ueberraschend eigentlich, wie genau unser Plan damit aufgegangen ist.

Nach dem Abschied, wir haben noch ein Abschiedsfoto machen lassen, sind wir sofort ins Internet-Cafe und haben unseren Flug nach Juneau gebucht. Da scheinbar alles geklappt hat, werden wir morgen um 14:30 Uhr in der Maschine sitzen und in die Hauptstadt Alaskas fliegen, die, es ist kaum zu glauben, nicht mit dem Auto erreichbar ist.

Damit haben wir noch genau vier Wochen, um nach San Francisco zu kommen und das entspricht ebenfalls ziemlich genau unseren Vorstellungen. Wir wollen uns durch die Inline-Passage Zeit lassen. Wahrscheinlich muessen wir das wegen der Faehren sowieso, weil nicht ueberall jeden Tag eine Faehre geht. Die Inline-Passage, eine fjordartige Landschaft mit unzaehligen vorgelagerten Inseln und schmalen Passagen dazwischen, soll ein Highlight Alaskas sein und auch die Orte dort werden wohl wegen des beschraenkten Platzes eine andere Atmosphaere haben. Wir sind mal wieder gespannt.

Und dann wartet natuerlich noch Vancouver auf uns, von dem wir uns auch einiges entsprechen und in dem wir, falls es haelt, was es verspricht, eine Woche bleiben wollen. Wie wir dann nach San Francisco kommen ist noch unklar. Haengt von der Zeit ab, die uns noch bleibt, und von den Kosten. Wir koennen uns auch vorstellen, mit dem Zug zu fahren. Auf jeden Fall geht es wieder weiter und das ist gut so.