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Halsabschneider

14. Juli 2003

Der Versuch bei den Autohaendlern war wie erwartet etwas frustrierend. Keiner hat uns annaehernd soviel geboten, wie das Auto gekostet hat. Dabei geben sie offen zu, dass der Jeep knapp zweitausend Dollar mehr wert ist, sie als Haendler aber eben nicht mehr zahlen koennen. Da werden dann Buechlein gezueckt und Listen ausgedruckt und auf denen steht dann genau, was der Wagen wert ist. Handeln kann man da total vergessen. Wir haben es wirklich versucht, aber gegen Gedrucktes kommt man einfach nicht an. Da hilft es auch nicht, wenn man dann tatsaechlich wegfahren will.

Da die Differenz zwischen tatsaechlichem Wert und bestem Angebot so gross ist und unser Kaufpreis genau in der Mitte liegt, haben wir jetzt noch einmal fuer viel Geld in der Zeitung inseriert. Diesmal erscheint es drei Tage hintereinander und wird auch online zur Verfuegung gestellt. Als Preis haben wir etwas mehr als unseren Kaufpreis angegeben. Der Kaeufer macht damit ein echtes Schnaeppchen und wir kriegen unser Geld wieder. Das ist die Strategie. Wenn sie nicht aufgeht muessen wir vor den Haendlern zu Kreuze kriechen. Ich hoffe nur, dass dann deren bestes Angebot noch besteht...Halsabschneider! Also bitte weiter kraeftig Daumen druecken.

Ich habe auch wieder Fotos auf CD brennen koennen, aber noch keine Gelegenheit dazu gehabt einige hochzuladen. Bitte noch etwas Geduld. Die Auswahl wird allerdings schwer. Genauso schwer wie die Entscheidung, was alles mit dem einen grossen Paket, dass wir packen, nach Hause geschickt wird. Wenn wir unseren ganzen Krempel hier im Zimmer sehen, den wir bald wieder ab und an tragen muessen, wir uns ganz anders. Deshalb werden Buecher ausgemistet, dicke Pullover eingepackt und Klamotten und Schuhe weggeworfen.

Um unsere Weiterreise haben wir uns ueberhaupt noch nicht gekuemmert, weil erst das Auto verkauft sein muss. Da wir alles drei Wochen nach hinten verschoben haben, stehen wir allerdings nicht wirklich unter Zeitdruck. Auch fuehlen wir uns in Anchorage eigentlich ganz wohl, ob wohl uns die Amis immer oefter mal auf den Keks gehen. Wir sind froh, wenn wir mal wieder einen andern Menschenschlag um uns haben.

Hier herrscht absoluter Hochsommer und man kann wegen der Hitze nachts kaum schlafen. Auf der Kenai Halbinsel war es wegen der Naehe des Meers fast angenehm, aber hier ist es wohl zu weit weg und die Stadt glueht unter brennenden Sonnenstrahlen.