Ein Tag am Meer |
08. Juli 2003
Wir mussten nach dem aeusserst ereignisreichen Tag gestern natuerlich noch einen Tag in Seward bleiben. Leider hatten unsere Gastgeber unser Zimmer schon wieder an jemand anderen vergeben. Da sich aber wieder ein Tag mit strahlendem Sonnenschein ankuendigte, entschlossen wir uns kurzerhand wieder zu zelten.
Neben der Armada von Hausmobilen, die neben dem Hafen den Grossteil des staubigen Campingparkplatzes zugeparkt hatten, gab es Gott sei Dank noch einen Abschnitt fuer Zelte, und so blicken wir jetzt von unserem Platz aus direkt auf den Fjord und die gegenueberliegenden Berge. Wir koennen nur jedem, der mit dem Gedanken spielt, mit einem Wohnmobil durch Kanada oder Alaska zu fahren, davon abraten. Diese Massen sind schrecklich und die "Campingplaetze" einfach zum Kotzen. Wild campen ist an den meisten schoenen Stellen verboten. Entweder zelten oder Motel und B&B, aber bloss nicht mit dem Wohnmobil!
Waehrend ich diese Zeilen schreibe, wird es endlich etwas kuehler. Das Meer rauscht sanft und auf den Schneefeldern der Berge glimmen noch der letzten Sonnenstrahlen. Wir haben den ganzen Tag am Meer verbracht, das an einen grauen Kieselstrand brandet. Die meiste Zeit mussten wir uns allerdings in die Schatten der Baeume zurueckziehen. Die Sonne brannte gnadenlos und nur die Temperatur des Wassers laesst einen ahnen, in welchen Breiten man sich befindet. An mehr als einen Fusszeh im Wasser ist nicht zu denke. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass wir ausgerechnet in Alaska solch einen Strandtag einlegen koennen.
Morgen fahren wir weiter an die Suedwestspitze der Kenai-Halbinsel. Man koennten auch sagen wir fahren nach Griechenland, denn der Ort, der unser Ziel ist heisst Homer.