Goldrausch |
23. Juni 2003
Nach einem netten Plausch mit unserem Herbergsvater, einem Deutschen aus Hamburg, brachen wir frueh nach Whitehorse auf. Die Fahrt bescherte uns wieder einmalige Ausblicke. Momentan durchqueren wir eine Art Mittelgebirge mit schneelosen sanft buckligen Bergen. Dazu fuhren wir heute wieder an einigen tiefgruenen Seen entlang. Das hatten wir fast schon vermisst.
Der Himmel war heute fast so lebendig wie in Saskatchewan. Wir wurden Zeuge eines punktgenauen Schauers ueber einem Berg, waehrend bei uns alles trocken blieb. Das sah abgefahren aus. Als wuerde jemand eine Giesskanne ueber den Berg halten. Wenn wir Indianer waeren, haetten wir den Berg "Berg des Gieskannenschauers" genannt. In indianisch muesste das etwa "Montanagga Giesakanna" heissen, nehme ich an.
Als wir auf halbem Weg eine Rast einlegten, konnten wir verfolgen, wie Boote vom Anhaenger zu Wasser gelassen und wieder auf den Anhaenger geladen wurden. Das koennte uns auch gefallen. Auf's Boot und dann mal kurz den 90 Meilen langen See hoch und runtergeschippert.
Whitehorse ist die Haupstadt des Yukon. Zwar gibt es hier alles, aber trotzdem ist es irgendwie nur ein etwas groesseres Kaff. Am Abend sind wir noch am Yukon River entlanggeschlendert. Ploetzlich ueberfiel Kyte der akute Goldrausch. Ich konnte sie gerade noch davon abhalten, in die Fluten zu springen, und nach Gold zu tauchen. Morgen besorgen wir uns eine Sieb und wuehlen uns durch den Schlamm.