Auf dem Alaska-Highway Richtung Norden |
21. Juni 2003
Und weiter ging es auf unserem Weg Richtung Norden. Heute kamen wir durch Staedte, deren Name einem Lucky Luke-Comic entstammen koennten: Fort St. John, Fort Nelson oder Dawson Creek. Aber Staedte ist eigentlich nicht die richtige Bezeichnung, es sind vielmehr Siedlungen, die aus nicht viel mehr als Service- Wuesten, also Tankstellen, Auto-Reparaturwerkstaetten und Einkaufskomplexen und Industrie zu bestehen scheinen. Nicht besonders sehenswert. Aber hier ist im Moment der Weg das Ziel. In Dawson Creek haben wir den Nullte-Meile-Pfosten des Alaska-Highway fotografiert und uns dann auf den Weg gemacht. Den Alaska- Highway werden wir nun fuer 1500 Meilen nicht mehr verlassen. Dann endet er in Fairbanks-Alaska.
Jetzt sind wir vorerst bei Meile 300 in Fort Nelson angekommen. Der Weg bisher war jedenfalls Ziel genug. Es ging durch huegelige Waldgebiete, von deren Kuppen aus sich immer wieder weite Blicke boten. Manchmal schnurgerade, manchmal elegant kurvig zog sich die Strasse dahin und uns stockte manches Mal der Atem, wenn wir wieder einen Ausblick hatten, der einem das Herz lachen liess. Ich fummle dann immer hektisch die Digi hervor, uns versuche waehrend der Fahrt Fotos zu schiessen. Man kann ja nicht jedes Mal anhalten. Aber das verflixte Ding braucht manchmal so lang, bis es bereit ist, dass es zu spaet ist. Aber man kann ja nicht alles festhalten. Also liessen wir die Fahrt auf uns wirken, bis es so ausgiebig gewirkt hatte, dass wir endlich mal haetten ankommen koennen.
Schliesslich erreichten wir das Motel, das wir auf anraten unserer letzten Gastgeberin schon vorher reserviert hatten. Mit Schrecken dachten wir erst, wir wuerden Mitten in einer Tankstelle uebernachten, aber das Zimmer ist dann doch ganz ok. Hier fungieren Tankstellen eben auch als Restaurants, Laeden, Poststellen und eben auch Motels. Und so viel Auswahl gibt es jetzt nicht mehr. Ausserdem kommen wir langsam in die Saison. Da kann es mit Unterkuenften auch schon mal eng werden. Zur Not haben wir ja unser Zelt.