Entspannte Wartezeit |
10. Juni 2003
Nachdem es gestern den ganzen Tag geregnet hatte, war heute wieder die Sonne dran und trieb die Temperaturen auf bisher noch nicht gefuehlte Hoehen. Das nenne ich Arbeitsteilung, da pfuscht keiner dem anderen ins Handwerk. Entweder es regnet oder es scheint die Sonne. Basta.
Am Mittag sind wir mit dem "Splash Dash Water Taxi" auf die andere Seite des Red River nach St. Boniface gespasht. Hoert sich nicht nur franzoesisch an, ist auch die groesste franzoesischsprachige Ansiedlung so weit im Westen. Leider haben wir dort das erhoffte Cafe nicht gefunden und sind bald wieder uebergewechselt. In der Stadt treffen sich zwei Fluesse. Dort wo sie zusammenfliessen befinden sich "The Forks". Das ist eine Kombination aus Park, Anlegestelle, Cafes und Shops. Dort haben wir uns nach der Anstrengung lecker Sushi gegoennt. Und danach noch ein Eis, natuerlich wieder in Monstergroesse, denn kleine Eisportionen gibt es nicht.
Das ist uebrigens auch etwas, das wir erst lernen mussten. Egal ob bei der Pizzeria, im Cafe oder sonstwo, wenn es mehrere Portionen zur Auswahl gibt, immer die Kleinste nehmen. Egal ob sie nun als Small, Regular, Mini oder Micro bezeichnet wird, es ist immer mehr als genug. Im Ernst. Hier gibt es eine Cafe- Kette, die den Starbucks-Cafes sehr aehnelt. Wenn man da einen kleinen Kaffe bestellt, bekommt man eine riesige Henkeltasse. Die naechste Groesse ist dann eine monstroese Henkeltasse und die groesste Ausfuehrung haben wir noch nicht gesehen, wahrscheinlich ein Eimer.
Bei den Forks sitzt es sich gemuetlich auf Holzbaenken, vor denen ein Fussteil steht. Klasse Erfindung! Das ist wahnsinnig entspannend, und da wir weiter nichts zu tun hatten, haben wir genau das gemacht. Als es genug war sind wir in Winnipegs groessten Park gegangen und haben dort weiter gemacht mit dem Entspannen.
So gestaerkt koennen wir die Fortsetzung unseres Brief-Dramas morgen hoffentlich besser ertragen. Der Carrier bietet zwar ueber Telefon eine Art Verfolgungssystem an, aber die einzige Information, die wir da bekommen, ist die, dass der Brief abgeholt wurde und nun zum Empfaenger transportiert wird. Wie informativ! Darauf waere ich jetzt gar nicht gekommen. Wahnsinnig nuetzlich so ein System, oder? Im schlimmsten Fall muessen wir morgen bis 17:00 Uhr hier ausharren. Aber was sage ich? Schlimmster Fall? Dann kommt es bestimmt noch schlimmer!