Die Entdeckung der Langsamkeit - nordamerikanischer Post |
02. Juni 2003
Okay, versuchen wir es von der heiteren Seite zu betrachten. Heute blieben wir nach dem Fruehstueck den ganzen Morgen auf dem Zimmer, schauten auf den Parkplatz und die Einfahrt hinaus und sagen "Please, please Mr. Postman" von den Beatles. Dabei versuchten wir den Postman herbeizutanzen, was uns so gegen 13:30 Uhr endlich gelang. Soviel zu unseren Entertainment-Qualitaeten...
Aber es nutzte alles nichts, der ersehnte Brief war nicht dabei. Was blieb und anderes uebrig, als noch einen Tag zu warten? Selbst wenn die das hier mit dem Weiterschicken auf die Reihe kriegen, dauert das ja auch wieder mindestens zwei Tage und wir werden wieder aufgehalten. Ausserdem besteht wie gesagt das Risiko, dass bei diesem zweiten Schicken etwas schief geht. Wir moegen gar nicht daran denken, was ist, wenn es morgen wieder nicht kommt.
Da wir in der Umgebung schon saemtliche Parks angeschaut und Walks gegangen sind, haben wir uns einfach an den Hafen in die Sonne gesetzt. Hier brennt die Sonne vom Himmel, was man aber nur im Windschatten richtig geniessen kann. Der gefuehlte Temperaturunterschied betraegt mindestens 20 Grad. Im Windschatten hat das Wetter Freibadqualitaet, im Wind hilft nur ein Pullover. Ausserdem haben wir einen 12er-Pack Bier gekauft, und dann haben wir die Wer-weiss-fuer-was-es-gut-ist-Theorie im oertlichen Casino getestet. Zwar haben wir insgesamt nur 20 Dollar verspielt, aber eigentlich mit einem vierstelligen Gewinn gerechnet. Wieder nix. Na, vielleicht haben wir ja morgen wenigstens Glueck mit dem Postman...