Maid of the Chicken Korma |
19. Mai 2003
Heute Vormittag sind wir ueber die Rainbow-Bridge wieder nach Kanada eingereist. Jetzt werden wir dieses Land fuer einige Zeit nicht mehr verlassen. Hier haben wir dann gleich eine Unterkunft gefunden, die vom Betrag her dasselbe kostet wie auf der amerikanischen Seite, was aber durch den besseren Kurs natuerlich gleich wieder viel guenstiger ist.
Kirsten ist das indische Essen von gestern Abend nicht besonders gut bekommen. Ich sage nur "Chicken Korma"... Sie liegt mit Magenverstimmung und Durchfall im Bett und so wissen wir noch nicht, ob wir heute nachmittag die Tour mit der "Maid of the Mist" wirklich machen koennen. Das Wetter dazu waehre optimal. Als ich mich vorhin draussen umgeschaut habe, war es richtig sommerlich warm. Allerdings ist die Stadt potthaesslich. Es ist, als haette man dem Natuerschauspiel das andere Extrem vor die Nase setzten wollen. Der ganze Ort besteht ausschliesslich aus Hotels, Motels, Vergnuegungsparks und Souvenierlaeden. Das ergibt dann eine Mischung aus Las Vegas und Dippemess. Grauslich. Ausserdem hat man das Gefuehl, hier laufen nur Vollidioten rum. Wir werden uns auf jeden Fall heute Abend zum Feuerwerk an die Faelle begeben. Jeden Sonntag und Feiertag ist hier Feuerwerk. Gestern haben wir es verpasst, aber guenstigerweise ist heute Feiertag in Kanada, deshalb nehmen wir an, dass es stattfindet.
Wir haben die Tour mit der "Maid of the Mist" heute nachmittag gemacht! Wieder sind wir in Regencapes eingepackt worden, diesmal alle in blau. Dann hat uns das Boot an den amerikanischen Faellen vorbei zu den kanadischen, den sogenannten Horseshoe-Faellen getragen. Dabei faehrt die Maisd so nahe an den Wasserfall heran wie es nur geht. Dieser Teil der Niagarafaelle heisst deshalb so, weil er wie ein Hufeisen gekruemmt ist. Zum Leidwesen der Amerikaner ist er viel eindrucksvoller als die amerikansichen Faelle. Er ist groesser, es fliesst mehr Wasser darueber und es liegen keine abgebrochenen Felsbrocken unten rum, die die amerikanschen Faelle so unordentlich aussehen lassen, das tatsaechlich schon versucht wurde, sie wegzuraeumen. Leider sind bei der Aktion noch mehr abgebrochen und so hat man es sein lassen. Wieder sind wir nass geworden und wieder waren wir schwer beeindruckt. Damit nicht genung, sind wir mit dem Aussenfahrstuhl auf einen 230 Meter hohen Turm gefahren und haben uns die Faelle von dort angeschaut. Ich muss nicht sagen, dass es toll war, oder muss ich?
Zum Feuerwerk musste ich alleine gehen, weil Kirsten ziemlich fertig ist. Abends strahlen sie die Faelle auch noch mit grossen Scheinwerfern farbig an. Sieht ziemlich kitschig aus. Das Feuerwerk war ganz nett. Der Rauch hat aber schnell die Aussicht auf die Faellen versperrt.
Wenn es Kirsten morgen nicht besser geht, schreibe ich sie reiseunfaehig und verordne ihr Bettruhe.