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Ein Sonnentag im Arcadia-Nationalpark

28. April 2003

Nach einem erstklassigen Fruehstueck mit Blick auf's Meer haben wir Belfast verlassen und sind die letzten 30 Meilen zum Arcadia National Park gefahren. Nachzutragen ist noch, dass unser Zimmer bisher das billigste war, das wir hatten. Der Grund hierfuer liegt in einem Heftchen mit Rabattcoupons begruendet, das wir uns in einer Visitors Information gegriffen haben. Nach der Rabattkarte fuer die grossen Shawns-Supermarktkette ist das schon die zweite Gelegenheit, uns als ordentliche Super-Saver zu outen. Aber hier in den USA laeuft so ziemlich alles auf Rabatt fuer dies oder das hinaus. Eigentlich hasse ich das ja, aber man kann richtig damit sparen und ist selber Schuld, wenn man nicht darauf achtet.

Auch hier im Arcadia sieht man an den geschlossenen Motels und Unterhaltungspaks, dass die Saison laengst noch nicht begonnen hat. Das macht die Suche nach einer Unterkunft nicht einfacher, aber hier ist ein so grosses Angebot, dass wir recht schnell etwas gefunden haben, das wiederum billiger ist, als das letzte Motel. Wenn das so weitergeht, bekommen wir fuer das Uebernachten noch etwas dazu. Hier bleiben wir erstmal zwei Tage. Wir wollen ja nicht jeden Tag unsere Sachen aus und einladen.

Eine kleine Wanderung an der Kueste entlang und auf eine Art Lohrberg von Acardia hat uns dann davon ueberzeugt, dass die Gegend hier wunderschoen ist. Einen Dank an dieser Stelle an Eva, die uns den letzten Stups dazu gegeben hat, doch so weit an der Kueste entlangzufahren. Eine Stelle an den Klippen hiess Thunderhole und tatsaechlich produzierten die Wellen ab und zu durch zusammenpressen der Luft in einer Felstasche einen kleinen Donner-Rumms.

Der Arcadia National Park liegt auf einer Halbinsel, die nur durch eine kleine Landbruecke mit dem Festland verbunden ist. Um die Hauptinsel herum gruppieren sich viele kleine Inseln, wie einer Herde Schafe.

Am Abend sind wir zum Sonnenuntergang auf den Mount Cadillac gefahren (Dort wo die Cadillacs herkommen.). Der ist so in etwa mit dem Feldberg zu vergleichen und ist die hoechste Erhebung der Halbinsel. Dort blies dann ein solcher Wind, dass es echt gruselig war. Ich habe mich nur ganz kurz rausgetraut. Beim Oeffnen der Autotuer musste man aufpassen, dass sie einem nicht aus der Hand gerissen wurde und einfach abbrach. Gegen den Wind konnte man sich ungefaehr im 45 Grad Winkel lehnen, ohne dass man umfiel. Wollte man stattdessen gerade gehen, bekam man echte Probleme. So etwas habe ich noch nie erlebt. Schwer zu sagen, welche Windstaerke es war, ich tippe auf 13.

Der Sonnenuntergang war trotzdem sehenswert. Langsam sank die Sonne den Huegeln entgegen und das Meer flammte golden. Die kleinen Inseln sahen aus, als seien sie schwimmende Atrappen aus Pappe...

Mache ich Euch neidisch? Oh, das war nicht meine Absicht. Vielleicht sollte ich stattdessen von der absolut geschmacklosen Pizza berichten, die wir heute hatten? Besser nicht, mir wird jetzt noch schlecht, wenn ich daran denke.